Während mein Buch „Das schwarze Schaf“ in der mittlerweile 6. Auflage unverändert geblieben ist, wurde die zweite Auflage des „Ahnen-Faktors“ grundlegend überarbeitet. Ich habe Kapitel hinzugefügt, die den aktuellen Stand der epigenetischen Forschung abbilden und die Relevanz der Beschäftigung mit transgenerationalen Themen anhand einiger Nobel-Preise der letzten Jahre aufzeigen. Epigenetik ist eines der „heißesten“ Themen in Medizin, Physik und Chemie. Und auch wenn es keinen Nobel-Preis für Epigenetik gibt, so boomen die Grundlagenfächer, die Erkenntnisse zu diesem Thema beitragen, enorm.
Aber natürlich ist der Ahnen-Faktor in erster Linie ein Buch aus und für die Praxis.
Ich habe in den letzten Jahren den Eindruck gewonnen, dass die Beschäftigung mit diesem Thema zwar universitär und auf Forschungsebene große Fortschritte macht, aber in der Praxis der Therapiezimmer bei weitem noch nicht angekommen ist.
Auf der anderen Seite merke ich, dass bei vielen Menschen ein sehr großes Interesse besteht, den eigenen Ahnen-Faktor zu ergründen und dem Einfluss ihrer Ahnen auf ihr Leben, ihre Biographie und ihre Themen nachzugehen.
In der Regel geschieht das – so meine Erfahrung mit vielen „Suchenden“ auf diesem Gebiet – nicht im psychotherapeutischen Setting, sondern im „stillen Kämmerchen“, also in Eigenregie. Da hierbei immer die Gefahr besteht, sich zu verzetteln, übermäßig zu zweifeln oder aber allzu bereitwillig Spekulationen als Wahrheiten zu akzeptieren, habe ich den größten Teil der neuen Auflage diesem Thema gewidmet.
Das Buch enthält jetzt 30 ausformulierte und umfangreich kommentierte Impulsfragen, die alle unterstützen sollen, die auf eigene Faust in die unbekannten Gefilde der eigenen Ahnenlandschaft aufbrechen und auf dieser Reise ins Ungewisse eine Leitschnur suchen.
Insofern hat sich die Ausrichtung des Ahnen-Faktors etwas verschoben: Adressaten des Buches sind jetzt nicht mehr nur Therapeutinnen und Therapeuten, sondern auch und vor allem diejenigen, die mehr wissen wollen über den transgenerationalen Einfluss ihrer Ahnen auf ihr eigenes Leben und die Dynamiken in ihrer Familie.
Dieser Neuorientierung trägt auch ein neues Erscheinungsbild und ja, tatsächlich auch ein neuer Titel Rechnung: Was früher Ahnen-Faktor war, heißt jetzt

Das neue Titelbild gefällt mir ausgezeichnet, weil es eins vermittelt: Transgenerationales Erbe ist nicht immer belastend, düster und schicksalsschwer. Bei der Beschäftigung mit dem Einfluss unserer Ahnen erkennen wir auch all das Positive, Förderliche und Bereichernde, das vergangene Generationen uns weitergegeben haben.
„Psychische Erbschaften“ erscheint im November 2026.
Peter Teuschel

Hallo Peter,
das scheint mir ein sehr spannendes Projekt. Unter dem alten Titel (den ich nicht zur Kenntnis genommen habe) wäre ich wahrscheinlich eher abgestoßen gewesen, aber „Psychische Erbschaften“, das macht mich neugierig. Ich werd´s bestellen.
Viel Erfolg
Hallo Alex,
super, freut mich. Viel Spaß mit dem Text.
Dankeschön!
Schon bestellt.
Vielen Dank für das baldige neue Buch. Es ist genauso, wie Sie es im Artikel ausdrücken … „Arbeit im stillen Kämmerlein“, in dem man freiwillig Zeit verbringt, weil einen etwas beschäftigt .. solange bis sich ein Gefühlszustand löst und man glaubt etwas erkannt zu haben und man in irgend einer Form eine positive Aufwärtsenergie spürt. Es kann dabei sehr helfen, eine Vorlage an Fragen zu haben, um für sich herauszufinden, was genau man eigentlich wissen möchte.. Das ist pragmatisch und gefällt mir. So wie man ab und an das Kochbuch zur Hand nimmt, wenn am Ende etwas Gescheites auf dem Tisch stehen soll.. Danke dafür!