Zum Vatertag. Mutter.

Zum Vatertag eines meiner Lieblingsgedichte.
Von einem meiner Lieblingsdichter.
Aus einer meiner Lieblingsgedichtepochen.

Mutter

Ich trage dich wie eine Wunde
auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
Sie schmerzt nicht immer. Und es fließt
das Herz sich nicht draus tot.
Nur manchmal plötzlich bin ich blind und spüre
Blut im Munde.

Gottfried Benn

1928

Das Foto habe ich am Münchner Südfriedhof aufgenommen.
Erst am Bildschirm habe ich bemerkt, dass der Brunnen das Geburtsjahr meiner Mutter trägt.

Peter Teuschel

Bild ©Peter Teuschel

One Response
Leave a Reply

Kommentar verfassen