Ärgernis Praxisgebühr: Ein Lösungsansatz

Die Praxisgebühr wurde 2004 eingeführt. Man versteht darunter eine Zahlung von 10€, die der Patient einmal im Quartal in der Praxis entrichten muss. Es ist also eine Zuzahlung zu seinen Behandlungskosten.

Mitnichten kommt dabei dem Arzt die Praxisgebühr direkt zugute, wie oft vermutet wird.  Vielmehr geht sie an die Krankenkasse. Die Arztpraxis hat lediglich den „Spaß“ des bürokratischen Aufwands. Die eingenommene Praxisgebühr wird dann bei der Quartalsabrechnung dem Arzt abgezogen, dafür darf er die Zehner behalten.

Also freuen sich nur die Krankenkassen über dieses Konstrukt, weil sie dadurch von ihren Versicherten gesponsert werden.

Mittlerweile ist die Praxisgebühr ja auch Thema bei allen Parteien und wird sogar schon höchstkanzlerisch von Angela Merkel thematisiert.

Einen eher ungewöhnlichen Lösungsansatz für das Problem haben wir jetzt in unserer Praxis miterlebt. Bei der Entnahme des 10-Euro-Bündels der uns am Anfang des Quartals über die Theke gereichten Zehner fiel uns folgender Schein auf:

Das kann man im Eifer des Gefechts an der Anmeldung schon mal übersehen.

Zur Herstellung dieses Zahlungsmittels werden benötigt:

Papier, ein Kopierer (möglichst Farbkopierer, sonst wirds nicht ganz so gut) und Kaugummi (für das Stanniolpapier).

Zum Vergleich hier noch mal ein von der Bundesbank in Umlauf gebrachtes und dem ersten Schein im Grundprinzip ähnelndes Papier:

Ein heimischer Bastelbogen als Lösung für die ungeliebte Praxisgebühr?

Naja, vielleicht hat da ein Patient nur weitergegeben, was ihm woanders angedreht wurde und hat noch nicht mal was davon gemerkt.

Irgendwie würde ich das Teil ja gerne an die Krankenkasse weiterreichen, aber das geht jetzt nach diesem Posting wohl nicht mehr.

Hm, blöd gelaufen. Warum muss ich auch alles bloggen …

Peter Teuschel

 

 

3 Responses
  1. Zum Glück haben Bund und Länder entschlossen dieses Ärgernis der Praxisgebühren nun hoffentlich schlussendlich abzuschaffen. Wie haben mich doch dieses Quartalen Gebühren, welche ich dann noch beispielsweise beim Zahnarzt ein weiteres Mal bezahlen durfte, in Rage gebracht. Rechtzeitig zum Beginn des Jahres fangen dann wieder die sinnbefreiten Arztbesuche an. Ach wie ich diese Zeit vermisst habe.

    Quelle: Newsplay

  2. Toller Kopierer! Wo steht der?
    Mein Versuch Geld zu drucken war nicht schlechter, wenn
    auch aufwendiger im Rahmen meiner Ausbildung zur Drucktechnikerin.
    Das war legal – stand auch „Muster“ auf der Rückseite.

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