Warum in jedes Solarium ein Psychiater gehört

Gehen Sie gerne ins Solarium? Dann sollten Sie sich diese Studie zu Gemüte führen.

Eine Untersuchung der University of Arkansas zeigt einen Zusammenhang zwischen exzessivem Solariumsbesuch und depressiven Verstimmungen. Auch die Häufigkeit von suizidalen Gedanken und Suizidversuchen ist bei denjenigen Personen erhöht, die sich innerhalb eines Jahres 40 mal und öfter auf die Sonnenbank legen.

Die Autoren der Studie vermuten, dass die Dauerbräuner dem allgemein spürbaren Druck „schöner sein, besser drauf sein, gesünder aussehen“ zum Opfer fallen.

Daraus entsteht dann ein so genanntes „problematisches Bräunen“ (12,5 % der Studienteilnehmer) oder ein „abhängiges Bräunen“ (31%).

Um depressive oder gar suizidale Solariumsdauernutzer rechtzeitig zu erkennen, schlage ich deshalb vor, stichprobenartig Kontrolluntersuchungen vorzunehmen:

Psychiatrische Befunderhebung im Solarium. Diese Dame mit heller Haut scheint nicht depressiv

Psychiatrische Befunderhebung im Solarium. Diese Dame mit heller Haut zeigt keine depressiven Symptome

 

Peter Teuschel

Bild: ©ikonoklast_hh-Fotolia.com

8 Responses
  1. Also – irgendwie erscheint mir das plausibel – zumindest könnte es ein bisschen die „suchtartige“ Nutzung von Solarien erklären…. Ich halte das für nicht gesund… die Hautkrebsraten steigen auch angeblich sehr durch die häufige Nutzung… Man sieht das auch total, diese „orangeartige“ Braun… eine eigene Farbe, dieses „Solariumbraun…“.
    Nun, wenn wir danach gehen, wo wir Depressive finden… würde ich sagen, jedes Gasthaus sollte stichprobenartig überprüft werden – insbes. Alkoholismus bei Männern soll zu einem gut Teil zur „Depressionbekämpfung „angewandt“ werden..
    😉

  2. Sie sollten sich an dieses „Gebiet“ schnell rantasten
    bevor ein anderer das Neuland erobert!

  3. Osterhasebiene Antworten

    Derartige nebensächlich scheinende „Beobachtungen“ finde ich hochinteressant! Die Kompensation geht solange zum Brunnen bis sie bricht – sprich Hautkrebs u.ä.
    Depression ist Unterdrückung von Lebenskraft und Power: Warum ist es in dieser Gesellschaft bzw. dieser Zivilisation so schwer und risikobehaftet, seine Kraft (nicht nur die Ratio) sinnvoll statt selbstschädigend auszuleben? Es fehlt schon mal grundsätzlich an Ablösungsritualen, denke ich. Die Menschen scheuen generell das (Lebens)Risiko, die Verantwortung und das Erwachsen-Sein.
    Die Frustrationstoleranz (Versuch und Irrtum) ist sehr niedrig. Alles muss immer gleich „perfekt“ sei, wobei keiner wirklich weiß, was perfekt überhaupt ist. Man darf sich nicht entwickeln, was einige Zeit benötigen würde.

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