Tebartz van Elst macht seine Drohung wahr

Es gab ja in den letzten Tagen Gerüchte, dass die von der Bischofskonferenz eingesetzte Prüfkommission den umstrittenen Bischof Tebartz van Elst vom Vorwurf der Geldverschwendung entlastet habe. In dem Gremium, bestehend aus drei Geistlichen und zwei Wirtschaftsprüfern, werde nur noch um die besten Formulierungen gerungen.

Eine gegenteilige Meldung verbreitete dann das Bistum Limburg selbst. Danach sei noch gar nichts entschieden und es werde nicht an Formulierungen, sondern in der Sache diskutiert.

Dann wieder folgte ein Bericht, nach der der Vermögensverwaltungsrat neue Vorwürfe gegen Tebartz van Elst ausgesprochen habe. Die Rede war davon, dass der Bischof zwei Jahre lang die Kosten für seine Residenz verschleiert habe.

Als allerletzte Neuigkeit wurde jetzt bekannt, dass Tebartz van Elst offenbar des Nächtens in Limburg weilt. Sein Fahrer koche für ihn und er sei schon wieder fleißig am Weisungen geben.

Was auch immer davon stimmt, der von einigen Zeitgenossen als Mobbing-Opfer hochstilisierte Würdenträger hat kurz vor seiner Abreise nach Rom, von wo aus er mal kurz ins Kloster Metten abkommandiert wurde, eine Aussage getroffen, die erst jetzt so richtig Sinn ergibt (bitte auf die Audiodatei klicken):

tve_600

Bild: dpa

 

Peter Teuschel

17 Responses
  1. Tja, man sollte aufhören von der (katholischen) Kirche noch irgendetwas zu erwarten,
    dann kann sie auch nicht mehr enttäuschen.

    Ich muss hier allerdings zugeben, das auch ich von der „Papastroika“ mehr erwartet hatte.
    Nach knapp einem Jahr im Amt, hat sich noch nichts wirklich entscheidendes verändert.
    Scheint so, das Franziskus nach vorne sich verständnisvoll und betroffen zeigt, z.B. ruft der Papst persönlich geschiedene Frauen an und tröstet sie, was um dann medienwirksam um die halbe Welt geht, gleichzeitig werden aber weiterhin wiederverheiratete geschiedene von der Kommunion ausgegrenzt und intern jedoch hält er an uralten Mustern fest. Auch in Sachen Verhütung hat sich ja noch nichts bewegt. Selbst Kondome zu benutzen gilt immer noch als Sünde (AIDS Gefahr interessiert da nicht). Und wie sonst soll ich es mir erklären, das er den erzkonservativen deutschen Müller zum Glaubenspräfekt eingesetzt hat? Früher trug dieses Amt übrigens den Titel „Heilige Römische Inquisition“, nur mal so nebenbei gesagt.

  2. anyonymer Alexander Antworten

    Was soll diese obsessive Beschäftigung mit dem Bischof? Fürwahr, er hat nicht richtig gehandelt; jedoch hat dies die Dimensions einer Provinzposse, die Journalisten vom Limburger Tageblatt bearbeiten können. Ich vermute hier eher antikatholische Ressentiments, die sich ihren Weg bahnen.

    • Nun, wenn man weiß, dass hier das Steuergeld aller Bürger reinfließt, um einen narzistisch angehauchten Psychopathen ein Königsschloss zu bauen.. also.. da geht mir auch das Geimpfte hoch…
      Bedauerlich ist, dass die kath. Kirche staatlich so verwoben ist, dass man diesen „Verein“ einfach nicht loskriegt.. Kirche & Staat gehört getrennt, und zwar unabdinglich. Es ist auch keineswegs einzusehen, dass es nach wie vor kirchliche Kindergärten und Schulen gibt. Wo nur Menschen arbeiten dürfen, die der „Sekte“ angehören. Keine Religionsgemeinschaft hat das Recht, sich Mitarbeiter nach Konfession aussuchen zu dürfen, was u.a. auch gegen die Menschenrechte ist! Aber die Katholiken können sichs ja drehen, wie sie wollen – auch, wenn sie gegen Menschenrechte verstoßen….
      Buchempfehlung: Eugen Drewermann: Die Kleriker – Psychogramm eines Ideals
      http://www.amazon.de/Kleriker-Psychogramm-eines-Ideals-Drewermann/dp/3530700169

  3. Veternitär Exorzist verzweifelt gesucht!

    Jedem Tierchen sein plasierchen?

    Youtube
    Bild berichtet-Katze vom Teufel besessen-kirche

  4. Immerhin muss man der katholischen Kirche hier durchaus Konsequenz zugestehen. Ob verbohrte Hardliner, Rechtsaußen-Geschichtsklitterer, Kindesmisshandler oder eben megalomane Verschwender: Hier bekommt jeder eine zweite Chance („Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr.“); was grundsätzlich zu begrüßen ist, in gewissen Fällen wie den genannten dann aber doch etwas fragwürdig.

    • Hallo Frau Hilde,
      eine zweite (auch dritte) Chance verdient ein jeder!
      Ich würde hier eher die Unterscheidung einsetzen, welcher Art diese Chance sein soll.
      So kann ich mir vorstellen, Tebartz v. Eltz, in einem Entwicklungsland (im missionarischen Sinne) einzusetzen, auch als Bischoff. Dadurch gebe ich ihm eine zweite Chance, entziehe ihm aber auch dem Luxus, dessen Reiz er ja verfallen war.
      In Limburg ist er (meiner Ansicht nach) für alle künftigen Zeiten fehl am Platze.

      • @Eva Graz: Vielen Dank! 🙂 (Und nein, Buch gibt’s nicht; für mehr als Kommentare reicht’s dann doch nicht …)

        @Ruth Gramit: Sehe ich ganz genau so. Da stünde wenigstens Sinn dahinter, nämlich, ihn wieder zu „erden“ und der Lebensrealität nahe zu bringen.

  5. shgmobbinggraz Antworten

    Irgendwie… finde ich, passt das Interview über NARZISSMUS gut zum Tebartz van Elst… 😉

Leave a Reply

Kommentar verfassen