Sixpack 2

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© muthmedia – Fotolia.com

Hier wieder mal ein Sixpack, geschnürt aus sechs Meldungen, die zu wenig hergeben für einen ganzen Artikel, aber viel zu schade sind, um nicht erwähnt zu werden.

Schule der Liebe

Saudische Männer habens schwer. Wenn sie einigermaßen was verdienen, wird erwartet, dass sie vier Frauen heiraten.
Da kann man dann schon mal durcheinander kommen, wenn man als Saudi jetzt zum Beispiel eine Ärztin heiratet und eine Bäckerin und eine Fotografin und eine Hausfrau. Am Ende blickt man dann nicht mehr durch mit diesen ganzen Berufen der Ehefrauen.

Da ist es besser, etwas planvoller vorzugehen:

Ein Saudi heiratete die Direktorin einer Schule. Nachdem er gesehen hatte, dass sie den Laden gut führte und das Betriebsklima an der Schule gut war, beschloss er, gleich noch eine Lehrerin dieser Schule obendrauf zu ehelichen.
Da hatte er jetzt schon mal nicht so ein Durcheinander.
Außerdem wusste er ja jetzt, dass die Schule gut geführt war und die Lehrerinnen einen kompetenten Unterricht anboten. Was also lag näher, als sich im nächsten Schritt mit einer Schülerin dieser Schule zu vermählen.
Im Laufe der Zeit begann der Mann aber die Nachteile der Situation zu realisieren: Seine drei Ehefrauen verbrachten den ganzen Tag zusammen und waren schließlich wie Pech und Schwefel. Er begann ihnen zu misstrauen und hatte Angst, sie könnten etwas gegen ihn im Schilde führen.
Die Lösung dieses Problems?

Der Saudi heiratete als vierte Ehefrau eine Schulinspektorin.
Jetzt hatte er endlich alle(s) im Griff. Puh!

Geistvolle Psychologie

Sie haben Psychologie studiert und sind angenervt von Intelligenz- und Persönlichkeitstests?
Von Psychotherapie-Patienten mit ihren ganzen Neurosen wollen Sie auch nichts wissen?
Vielleicht sollten Sie sich dann einmal in bisher noch nicht so abgegrasten psychologischen Nischen umsehen.

Vielleicht könnte ja Franziska Wald ein Vorbild für Sie sein.

Sie arbeitet als Beraterin in der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg.

Ihr Klientel sind nicht Depressive, sondern Dämonen, nicht Wahnhafte, sondern Werwölfe, nicht Phobiker, sondern Poltergeister.

Die Beratungsstelle steht allen offen, die übersinnliche oder okkulte Erfahrungen gemacht haben und darüber reden wollen. Wer noch keinen Hausgeist hat, bekommt Nachhilfe beim Vortragsprogramm der Beratungsstelle:

„Was sind Wunder?“
„Außerkörperliche Erfahrungen – Seele ohne Leib?“
„Von Geistern, Ufos und Engeln“
„(Magische und) Unheimliche Orte“

sind einige der Themen, durch die man sich der paranormalen Welt annähern kann.

Man sieht: Auch mit einem Psychologie-Studium kann man wirklich noch etwas Sinnvolles anfangen.

Provozierte Poltergeister

Wenn man nicht Psychologie studieren, aber trotzdem nicht auf Geister verzichten will: Auch dafür gibts was.

Als Geisterjäger beschäftigt man sich nicht so sehr mit diesem ganzen (para)psychologischen Überbau wie verdrängte Konflikte von Schloßgespenstern oder Zwangssymptome bei Zombies.
Sollen das doch die von der Beratungsstelle machen.

Nein, der wahre Ghostbuster will nur eines: Die Geister verjagen.

Eine Möglichkeit ist dabei das Provozieren von Poltergeistern: Man legt einen Gegenstand (der den Geist provoziert) auf ein Blatt Papier auf den Boden und geht weg. Am nächsten Morgen kommt man wieder und schaut nach:
Je nach Temperament hat der Geist den Gegenstand in tausend Trümmer geschlagen oder er hat ihn total ignoriert. Da die meisten Geister sich nicht so leicht provozieren lassen, findet man in der Mehrzahl der Fälle einen ignorierten und daher unberührten Gegenstand vor. Das ist dann ein Beweis, dass ein Geist im Haus ist und ein sehr selbstbeherrschter dazu.

Wer Näheres wissen will, kann Angelika Köllner fragen. Tagsüber Sachbearbeiterin, geht sie nachts im Team auf Geisterjagd.

Einer muss es ja tun!

The Holy Tablet Bible

Als passionierter iPad-Anhänger freut mich diese Meldung natürlich besonders:

Die Feuerwehr in New Jersey war gerade dabei, ein paar neue Kameraden zu vereidigen. Aber irgend jemand musste nach der letzten Feuerwehr-Messe die Bibel verlegt haben. Sie ließ sich einfach nicht auffinden.

Aber wozu gibt es denn das iPad und Apps für alle Gelegenheiten!

Also schnell die „Bibel App“ runtergeladen (gibts für 8.99 € im App Store) und schon kanns los gehen: Frisch eingeschworen auf das digitalisierte Alte Testament waren die Youngster bald bereit für ihren ersten Löscheinsatz.

Gemäß dem alten Bibelspruch: „… denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“ (Heb. 12,29).

Ömm, okay, der passt vielleicht nicht so ganz …

Sexismus? #aufschrei #playmobil

Als Reaktion auf den plumpen Sexismus alternder deutscher Politiker hat Playmobil jetzt endlich mal für etwas mehr Gleichstellung der Geschlechter gesorgt – zumindest im Kinderzimmer.

Was wünscht man sich denn, um den Kids klar zu machen, dass Frauen in allen Berufen den Männern ebenbürtig sind?

Soldatin? Feuerwehrfrau? Müllfrau? Päpstin?

Nein, Playmobil findet eine viel näher liegende Lösung:

Die Bankräuberin!

Endlich Gleichberechtigung hinter Strumpfmasken.
So wachsen unsere Mädchen  mit dem guten Gefühl auf, dass ihnen keiner der attraktiven Berufe verschlossen bleibt, die bisher den Männern vorbehalten waren.

Niederbayerische Szenen aus dem niederbayerischen Niederbayern

Nachdem ich als gebürtiger Niederbayer jetzt endlich einmal niederbayerische Verstärkung im Ärzteteam der Praxis gefunden habe, muss in den Sixpack auch eine niederbayerische Meldung aus meiner niederbayerischen Heimat Niederbayern.
Obwohl es ja eigentlich zum Schämen ist. Aber der Niederbayer schämt sich nicht so schnell.

Aus meiner Geburtsstadt Deggendorf brach also ein Niederbayer ins Tschechische auf. Böse Stimmen behaupten, er habe dort ein Bordell besucht.

Jedenfalls sprach er im Tschechischen dem tschechischen Bier zu und zwar niederbayerisch gründlich.

Am nächsten Morgen setzte er sich ins Taxi (denn ein bisschen Geld war noch übrig) und raunte dem Fahrer zu: „Aaf Dengdoaf umi. Oda obi.“
Das ist niederbayerisch. Es bedeutet, dass der Niederbayer jetzt wieder heim will, aber nicht mehr genau weiß, ob er rüber („umi“) oder runter („obi“) fahren muss. Aber „Dengdoaf“ ist ja wohl eindeutig.

Dachte der Niederbayer, bevor er einschlief.

Aufgewacht ist er dann in Degendorf. Das ist ein beschaulicher Ort in Oberfranken. Man kann sich dort sicher wohl fühlen. Aber nicht als Niederbayer, der eigentlich nach Deggendorf wollte.

Den darauf hin entstandenen niederbayerisch-tschechischen Streit musste die oberfränkische Polizei beenden.

Wir sind eben weit gereiste Leut‘, wir Niederbayern. Weltenbummler. Kosmopoliten.

Peter Teuschel

 

15 Responses
  1. Ja das mit der niederbayerischen Sprache hat mich als gebürtige norddeutsche cellenserin auch schon das ein und andere Mal verwirrt. Klingt „obi“ für mich ehr wie nach „oben“.
    Sich im Büro von einer niederbayerischen Kollegin einarbeiten zu lassen verlief oft verwirrend. Fragte die dann bald auch genervt, „spreche ich so undeutlich?“. Das hatte die sicherlich auch in ihrer Sprache mich gefragt, aber da weiß ich heute nicht mehr wie das klang.

    • Die niederbayerische Sprache Niederbayerisch entzieht sich allen logischen Zugriffen.
      Das „obi“ kommt von „hinab“, „nach oben“ wäre eine Mischung aus „affi“ und „affe“, wie auch das „obi“ nur schwer schriftsprachlich fixiert werden kann, weil es eine Mischung aus „obi“, owi“ und „owe“ ist.
      Also wenn Sie sich bemühen, diese drei Wörter gleichzeitig auszusprechen, dann haben Sie ’s.
      „Spreche ich so undeutlich“ könnte als „schmatzisoschiach?“daher gekommen sein, allerdings gibt es noch ca. 42 weitere Arten, so was auf niederbayerisch auszudrücken. Und je weiter Sie vom Niederbayerischen ausgehend sich dem Oberpfälzerischen nähern, desto mehr kommt eine bellende/ keuchende Aussprache hinzu. Das ist dann schon was für wirkliche Spezialisten.

      Vom Cellenserischen versteh ich natürlich nix.

      • Das cellensische ist dem hannoveraner Deutsch sehr ähnlich. Eigentlich gar nicht zu unterscheiden und kann von jedem verstanden werden.

        Jetzt wo Sie es geschrieben haben, ja ich glaube so hatte es geklungen.

  2. Bitte lies dir die Seite mit dem Parapsychologischen Institut nochmal durch. Und guck dir insbesondere die Seite für Ärzte und Therapeuten an. Das ist so hinterfotzig gut gemacht, man kann echt drauf reinfallen. Aber:

    Die ist NICHT das, für das man sie auf Anhieb halten würde. 😉

  3. Also, das mit den vier Frauen ist aber doch irgendwie auch in sich logisch: Erst heiratet man die Fotografin. Die macht tolle Bilder von einem, man(n) ist geschmeichelt. Aber hungrig. Also kommt als nächstes die Hausfrau. Die putzt alles ganz hübsch sauber und alles. Nur mit dem Kuchenbacken … na ja. Also liegt es nahe, dass man sich direkt eine Bäckerin „holt“. Die backt einem ganz leckerfeinen Kuchen.
    Danach hat man das, was der Schwabe als „Ranzenblitzen“ bezeichnet. Und was tut der kluge Saudi? Genau. Eine Ärztin ehelichen. Vorzugsweise eine, die sich mit Magengeschichten auskennt. Wenn er etwas älter ist, tut’s auch eine Urologin.

    Zu Franziska Wald schrieben Sie: „Ihr Klientel sind nicht Depressive, sondern Dämonen, nicht Wahnhafte, sondern Werwölfe, nicht Phobiker, sondern Poltergeister.“
    Da liegt dann also der Werwolf auf der Couch und klagt der Frau Wald sein Leid? Und mit dem Dämonen macht sie eine feine Psychoanalyse, so dass der dann immerhin weiß, dass seine Mutter, die ihn mit drei Jahren mal allein in Dämonenhausen gelassen hat, an allem Schuld hat? Und wie kriegt man eigentlich ein Antidepressivum in einen entmaterialisierten Poltergeist??

    Das Provozieren von Poltergeistern (ich will immer „Polstergeister“ schreiben, tse) ist nachgerade genial. Allerdings ist das geklaut. Nämlich von der katholischen Kirche. Weil die ist ja in Sachen Jagen von Wesen, die man nicht haben mag, also kluge Frauen und sowas alles, weltweit führend. Und hat sich zu diesem Behufe ja das Gottesurteil ausgedacht, und das wiederum funktioniert wie das Provozieren von Pol(s)tergeistern: Man ersäuft die Hexe. Ist sie danach tot, weil untergegangen, was mit einem Mühlstein an den Haxen nun das Allerunwahrscheinlichste nicht ist, ist sie unschuldig und wird also in allen Ehren im Himmel aufgenommen.

    • LOL
      Das mit den Frauen stimmt. Ich wär kein guter Saudi, ich könnte das nie und nimmer so planen.

      Parapsychologie: Ich weiß, ich weiß. Welches Zeichen macht man da eigentlich an den Rand bei der Korrektur? Eigentlich wollte ich mich ja mit einem alliterativen Anfall rausreden, aber Phobiker und Polstergeister ist ja noch nicht mal eine gscheide Alli.
      Wobei die Fragen, die Sie aufgeworfen haben, durchaus bedenkenswert sind. Eine weitere Frage wäre, ob die Behandlung dieser Wesen dann Parapsychotherapie heißt.

      “Jagen von Wesen, die man nicht haben mag” gefällt mir außerordentlich gut.
      Zum Ausgleich und als Buße für die ganzen ertränkten Hexen hat sich die katholische Kirche jetzt aber vorgenommen, alles Leben zu schützen. Vor allem vor so Teufelszeug wie Pille danach und so.

  4. Wenn der Polstergeist Angst vor der parapsychologischen Therapie hat, ist er dann ein Parapsychotherapiephobikerpolstergeist?

    Was ich vergessen hatte vorhin: Niederbayerisches Niederbayerisch, ist das in Nichtniederbayern so etwas wie Sächsisch oder Schwäbisch für den Rest der Republik?

    • Nichtniederbayern, das ist so etwas wie Antimaterie, wie negatives Gottesteilchen. Teufelsteilchen.
      Bei Sächsich und Schwäbisch ist das „ä“ der entscheidende Hinweis für die Bewertung dieser Dialekte.
      Obwohl (political correctness mode on): Sowohl in Stuttgart wie in Leipzig habe ich sehr sehr nette und liebenswerte Menschen kennen gelernt. Ich habe nicht verstanden, was sie mir sagten, aber sie haben dabei gelächelt.

      • mah ist das schön… ich hab sie nicht verstanden, aber sie haben dabei gelächelt… *schmelz*
        der söllner sagt auch:
        wer aufpasst, der versteht 😉
        die beste sprache ist einfach ohnehin…
        body language *zwinker*
        und des ist hoit ans meina lieblingsliada…
        http://www.youtube.com/watch?v=EHnKrM0B-1Y
        hoffentlich verstehts as gg

  5. Nischenkultur aus dem Bad!

    Da höre tiefschlafend in der Nacht seltsame leise Schritte die sich in meinem Badezimmer ihren
    Weg bahnen.
    Da ich auf paranormalem Weg geistig unbeseelt mit Franziska Wald sehr verbunden bin,
    vermittelt sie mir via Engelsbotschaft ,die Schreckensnachricht,
    das sich Dämonen aus der untersten Kanalisation nach oben robben..
    Hab mich mit meinem schwarzen Kater in Lauerposition geworfen,
    natürlich in Tarnfarbe,
    das es nicht so auffällt, wenn wir beide bis an die Zähne bewaffnet vor dem Türschlitz,
    dem Übel entgegentreten.
    „SILBERFISCHENALARM“
    GRUNDGÜTIGER!!

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