Psycho München 14: Bunt, chaotisch, integrativ

München ist bunt.

Das ist jetzt nicht gerade eine neue Aussage, aber sie ist meiner Meinung nach in diesen Tagen wichtiger denn je.

München ist chaotisch.

Nicht chaotisch im Sinne von kaputt, am Ende, zerstört.
Sondern chaotisch im Sinne von Nietzsche:

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“

Manches Chaos in München gehört aufgeräumt, weggeschafft, entsorgt auf die Müllhalde des ewig Gestrigen. Obwohl es auch zum Chaos gehört, wollen wir es nicht so gerne bei uns haben. Es tarnt sich als bunt und ist doch eher grau. Oder braun.

Gibt sich als Teil des bunten Chaos, ist aber nur Müll

Gibt sich als Teil des bunten Chaos, ist aber nur Müll

 

Brauner Müll

Brauner Müll

Ganz anders das frische Chaos. Das lebendige Multi-Chaos. Das Nebeneinander von Verschiedenem, Andersartigem, sich Ergänzendem, sich zumindest nicht Widersprechendem. So wie diese Mischung aus Blumenladen, Obsttandler und Cafe.

Gelungene Integration: Blumen, Obst, Cafe

Gelungene Integration: Blumen, Obst, Cafe

Auf dieses München bin ich stolz, hier fühle mich dahoam und darauf vertraue ich.

München ist bunt. Bunt und chaotisch. Voller tanzender Sterne.

Peter Teuschel

 

 

3 Responses
  1. Höchste Zeit dass Motzki einen Blick in sein Lieblingsbuch – Philosophisches Wörterbuch herausgegeben von Georgi Schischkoff – wirft, das durch die ebenso präzisen wie staubtrockenen Einträge beglückt.

    Dort steht:

    Chaos (v. griech. chainein, „gähnen“), der klaffende, gähnende Abgrund (Hesiod), dann der ungeordnete, formlose, ungestaltete Zustand der Dinge, für Aristoteles Inbegriff des „leeren Raumes“. In den altgriech. Kosmogonien ein mythischer Urzustand oder Urstoff, aus dem sich die Welt von selbst oder durch die Tätigkeit eines „Schöpfers“ zum geordneten „Kosmos“ gebildet habe; -> auch Hyle

    Ich finde, das selbst heute in der umgangssprachlichen Verwendung noch etwas von dieser recht tief gehenden Bedeutung übrig geblieben sein sollte, etwas wesentlicheres als einfaches Durcheinander, sei es nun hübsch oder hässlich.

    Genau weiß ich ja nie was Nietzsche im Sinne hatte, aber ein „tanzender Stern“ ist wohl doch mehr als ein Café mit Obst- und Blumenladen.

    Herzliche Neujahrsgrüße von Motzki

  2. Bin schon öfter gesessen in diesem wunderbaren Cafe, hier ist alles bunt durcheinander und ein bissi dörflich.Gemütlich halt. Dazu dieses schöne Zitat von Nietzsche . Gelungener Einstand, wie ich finde, ins neue Jahr:
    herzliche Neujahrsgrüße an alle tanzenden Sterne auch von mir.

    • Blumen, Obst, Café sieht freundlich aus. Da würde ich auch vorbeischauen. Und alle 3 Dinge genießen in schöner und gemütlicher Atmosphäre entspannt so schön. 🙂

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