Mobbing: Wenn Anwalt und Arzt nicht einer Meinung sind

 

 

Fast jeder Mensch, der Opfer von Mobbing geworden ist, braucht im Laufe seiner Geschichte meist Beistand von zwei Seiten: Ein guter Jurist wird seinen Mandanten gegenüber seinem Arbeitgeber und notfalls vor Gericht vertreten und ein guter Arzt wird die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, dass sein Patient nicht mehr den Schikanen am Arbeitsplatz ausgesetzt ist und seine durch Mobbing entstandenen Gesundheitsstörungen behandelt werden.

In der Mehrzahl der Fälle ist es so, dass sich diese beiden Bereiche -der juristische und der medizinische – ergänzen. Es gibt aber auch hin und wieder Schwierigkeiten, wenn sich der Rat des Anwalts und der des Arztes widersprechen.

Ich sehe das häufig bei der Frage, ob das Mobbing-Opfer nach einer längeren Phase der „Krankschreibung“ wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren soll. Das ist prinzipiell ein riskantes Unterfangen. Liegt echtes Mobbing vor, so besteht ja weiterhin die Absicht des oder der Mobber, das Opfer vom Arbeitsplatz zu entfernen. Ist jemand durch eine längere Phase der Arbeitsunfähigkeit -. noch dazu attestiert vom Psychiater – seinem Arbeitsplatz fern geblieben und kommt dann wieder zurück, so kann man davon ausgehen, dass ihn die Mobber schon mit „gewetzten Messern“ erwarten. Sprich, sie werden dem Gemobbten nun erst recht zusetzen und ihn heftig schikanieren, „angeschlagen“ wie er nun schon mal ist. Deshalb rate ich in den meisten Fällen davon ab, an einen nach wie vor „vergifteten“ Arbeitsplatz zurückzukehren.

Rückkehr an den Arbeitsplatz: Manchmal warten die Mobber schon

Die anwaltliche Sicht auf diese Situation ist eine andere. Hier überwiegt oft die Überlegung, den Arbeitgeber dadurch unter Druck zu setzen, dass das Opfer wieder am Arbeitsplatz erscheint. Das führt in vielen Fällen zu großen Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn es sich um institutionalisiertes Mobbing handelt, wenn also der Arbeitgeber selbst mit unfairen Methoden versucht, das Opfer loszuwerden. Dann, so die Überlegung des Anwalts, ist der schwarze Peter beim Arbeitsplatz, denn Mitarbeiter, die keine Leistung bringen, für die ein Arbeitsplatz bereitgestellt werden muss, die vielleicht durch ihre bloße Präsenz bei den Mitarbeitern für Unruhe sorgen und die im Falle einer erneuten Erkrankung durch Lohnfortzahlung Kosten verursachen, stellen ein Problem dar. Im Kalkül des Anwalts steigt dadurch die Bereitschaft, den Gemobbten möglichst schnell wieder loszuwerden, sei es auch mit einer Abfindung oder sonstigen Vorteilen für ihren Mandanten.

Natürlich ist diese Sichtweise in sich schlüssig und sie funktioniert auch in manchen Fällen.

Nur ein Haken ist dabei: Die ganze Aktion kann sich als erhebliche Gesundheitsgefährdung erweisen.

In der Praxis erlebe ich es sehr häufig, dass Patienten diesem Rat ihres Anwalts folgen, sei es, dass sie sich dadurch einen „goldenen Handschlag“ erwarten, sei es, dass sie hoffen, durch diese Maßnahme möglichst schnell aus dem krankmachenden Arbeitsverhältnis aussteigen zu können. Manchmal, bei sehr resilienten oder gar „dickhäutigen“ Menschen, geht die Rechnung auf.
Meist aber passiert folgendes: Durch die erneute Konfrontation mit krankmachenden Gegebenheiten am Arbeitsplatz kommt es zu einer gesundheitlichen Verschlechterung beim Patienten, die dann häufig sehr ausgeprägt ist und zur erneuten Arbeitsunfähigkeit führt, diesmal mit dem Gefühl, wiederum „gescheitert“ zu sein bzw. „versagt“ zu haben.

Natürlich liegt die Entscheidung, ob man in so einer Konstellation auf den Anwalt oder den Arzt hört, beim Patienten. Es sollte aber jeder verantwortungsvoll prüfen, ob seine Belastbarkeit ausreichend ist, um den Arbeitgeber auf diese Weise unter Druck zu setzen und dadurch möglicherweise eine erneute schwere psychische Belastung zu riskieren.

Peter Teuschel

Bild: @ra2 studio – Fotolia.com

4 Responses
  1. Ein Beitrag, der mich berührt, weil ich eine Betroffene bin. Das Drehbuch war grausam, was in der Firma abgelaufen ist. Mein Chef verliebte sich in mich. Er fasste mich unsittlich an und forderte mich auf die Bluse offener zu tragen, damit ich für unsere Abteilung einen besseren Service bekomme, z. B. bei der Informatik oder der Poststelle. Er schenkte mir Blumen, so dass es ein Arbeitskollege mitbekam. Tage darauf schickte er mir sehr direkte Aufforderungen im firmeninternen Chat für …. Als ich Rat bei der Personalabteilung suchte, legte man mir nahe, selbst zu kündigen. Ich war schockiert.

    Ich wurde in ein Einzelbüro gesetzt. Daraufhin wurden meine Reifen am Auto zerstochen und die Antenne am Auto zerkratzt. Alles auf dem Arbeitgeberareal. Als ich dies meinen Vorgesetzten meldete, lies er keine Überprüfung einleiten und meldete es auch nicht dem Sicherheitsdienst. Er machte sich eher lustig über mein Auto.

    Ein Jahr später, 2012, bekam ich an die Adresse meines Arbeitsplatzes einen Brief. Darin standen Beleidigungen, Diskriminierungen und Beschuldigungen.
    Ich ging zu meinem Chef und machte ihn darauf aufmerksam, dass in dem Brief Aussagen stehen, die nur ein mir nahe stehender Mitarbeiter der Firma wissen kann.
    Mein Chef rief die Sozialdienststelle der Firma an. Bis heute weiss ich nicht, warum ich mit meinem Chef zu diesem Termin kommen sollte. Die Sozialberaterin der Firma nahm dies nicht ernst. Ich solle den Brief vernichten.

    Dies tat ich nicht und ging zur Polizei. Dort riet man mir, das Original nicht aus der Hand zu geben. Ich solle dies unbedingt klären in der Firma.

    Innerhalb der Firma fand ich keine Hilfe, egal an wen ich mich wendete (laut Reglement). Die oberste Personalchefin hat sich keine Zeit genommen mit mir zu sprechen, obwohl ich sie ausdrücklich darum bat. Ich tat dies, weil die Sozialberaterin sagte, ich mache zuviel Wind. Ich verstand das nicht.

    Es folgte 02/2014 ein weiterer Brief. Dieses Mal an die Ehefrau eines Arbeitskollegen aus einer anderen Abteilung, mit dem ich ab und zu Mittagessen ging. Ich kenne seine Frau und seinen Wohnort nicht. Der Briefeschreiber wusste demzufolge mehr als ich. Der Brief enthielt eine Verleumdung.

    11/2014 folgte der nächste anonyme Brief an die Geschäftsadresse. Der Inhalt hat mir die Füsse unter dem Boden weggezogen, weil ich extra mit dem Arbeitgeber von einem Kanton in einen anderen Kanton gezügelt bin, auch privat. Ich dachte, der Standortwechsel wäre ein Neuanfang. Ich wurde in dieser Zeit zu meinem 100 % Pensum mit sehr wichtigen Projektaufgaben zum Changemanagementwechsel betraut. Ich dachte damals, weil man mich schätzt. Ich machte das Controlling für eine Fachstelle. Der Inhalt besagte, dass mein Chef und sein Chef mich aus der Firma raushaben wollen.

    Also fragte ich meinen Chef direkt. Er äusserte sich nicht dazu. Und sein Chef hatte mich vorher schon zweimal laut vor seinen Supportdamen angeschrien, dass ich regelrecht Angst vor ihm hatte. Das wussten alle in der Fachabteilung und machten sich lustig über mich. Mein Chef schaute weg.

    Als ich im September 2014 wieder lange arbeitete (meine Tage lagen immer bei 12 bis 16 Std.) rief mich mein Chef in sein Büro und bat mich ihm alle Originale der Briefe und Briefumschläge zu übergeben. Mir wurde schlecht und ab da vertraute ich ihm nicht mehr. Ich sagte ihm, dass ich sie nicht mehr habe. Er lachte und meinte, er weiss, dass ich sie noch habe. Er würde sie gern der Personalabteilung übergeben. Da sagte ich ihm, dass mir die Polizei gesagt hat, dass ich die Briefe im Beisein vorlegen soll aber niemals abgeben, weil mir die Firma nicht hilft.

    Ich erhielt eine E-Mail von der Personalabteilung, wenn ich die Briefe nicht übergebe, geht man davon aus, dass ich die Hilfe verweigere. Dem war aber gar nicht so.

    Nicht einmal ist man auf mich zugekommen (Personalabteilung, Sozialdienst).
    Fragte ich um Hilfe, erhielt ich keine Antwort oder wurde abgewiesen. Ich solle kündigen.

    Aber in diesem grossen Unternehmen (eine Genossenschaft) ist doch wohl für eine ausgezeichnete Mitarbeiterin, die überdurchschnittlich schafft, sich einbringt und die Struktur kennt doch wohl ein Platz frei. Ich fragte mehrfach um eine Versetzung. Aber ich wurde immer wieder abgelehnt. Ich wusste damals nicht warum. Mein Vorgesetzter lächelte und sagte mir, ob ich wirklich glaube, dass ich im Unternehmen woanders meinen Lohn bekäme. Er will nicht, dass ich gehe.

    Ich ging zur Polizei am neuen Wohnort. Dort wurde ich nicht ernst genommen (anderer Kanton). Meine Begleitperson wurde verdächtigt. Ich wurde regelrecht von oben herab unter Druck gesetzt. Ich lies dennoch eine Strafanzeige aufsetzen.

    Darüber informiert ich meinen Vorgesetzten.
    Fazit 2014: 5 anonyme Briefe, Autosachbeschädigung

    Plötzlich bekam ich an meine neue Adresse, die Niemand kannte, ausser mein Chef und die Personalabteilung einen handeingewurfenen Zettel. Der Schreiber ging härter vor, jetzt in eine Richtung, die unter die Gürtellinie geht.

    2015 erhielt ich 16 anonyme Briefe auf die Monate verteilt und hatte immer mehr Druck im Geschäft. Ich bekam mehr Projektarbeiten. Ich bekam Schwindelanfällt, schlief nur noch mit Schlaftabletten, hatte Durchfall und lebte wie ein Roboter. Ich wusste, ich muss arbeiten, egal wie. Ich nahm 2 Kleidergrössen ab und bekam schlimme Hautausschläge im Gesicht. Die Firma schickte mich zu einem Gutachter nach Zürich.
    Dieser erschien mir sehr merkwürdig, weil er zu Beginn sagte, wenn Mitarbeiter zu ihm geschickt werden, verlieren diese ihren Job und er wird bedroht. Er lies mich einen Test machen, der mit meiner Krankheit nichts zu tun hatte und lächerlich war.
    Ich sagte ihm, ich lebe allein, habe keine Familie und brauche den Job. Den Job mache ich so gern, so dass ich nicht aufgebe. Der Schreiber wird schon aufhören.

    Ich holte mir über den Rechtsschutz einen Anwalt (hätte ich gewusst, dass dieser verantwortlich sein wird, wie schlimm es ausgeht, hätte ich ihn bei der Anwaltskammer angezeigt). Ich bat ihn damals als Mediator aufzutreten und meinem Arbeitgeber klar zu machen, dass ich nichts Böses will. Ich möchte einfach versetzt werden, weil ich denke, dass die Schreiber mein Chef und vielleicht sein Chef ist. Das erklärt, warum Beide sich über alles lustig machten (Auto, Kleidung, Figur, mit wem ich Mittag esse, meine Weiterbildung usw.).

    Das Gespräch fand bei der Sozialdienststelle statt und war eine Katastrophe. Der Personalverantwortliche sagte, mein Chef braucht mich, ich soll mich ab sofort wieder bereit halten. Mein Anwalt handelte nichts aus! Er sagte nur, dass muss ich mir nicht antun. Wo ist da die Hilfe.

    Was ich nicht wusste ist, was nach dem Gespräch für ein Dokument zu meinen Akten gelegt wurde. Dieses hätte ich unterzeichnen sollen. Doch ohne die Kenntnis darüber, fehlte die Unterschrift von mir und hatte noch eine schlimme Konsequenz. Darin stand, dass ich in Zukunft nie wieder von der Personalabteilung, dem Sozialdienst oder meinen Chef in dieser Sache ansprechen darf, sonst werde ich gekündigt.

    Die Firma meldete sich nicht mehr bei mir und ich wartete 3 Monate, wann ich zurückkommen darf. Bis ich im Januar 2016 von allein zurück kam.

    2016 erhielt ich 6 anonyme Briefe mit Verleumdungen. Auf Arbeit wurde ich sogar im neuen Grossraumbüro beleidigt, dass ich die Fresse halten soll. Und das ausgerechnet von einer neuen Teamkollegin. Mein Chef war anwesend und sagte nichts dazu.
    Bis das Büro fertig war, musste ich mir tagtäglich einen Arbeitsplatz suchen, weil mein Chef für alle anderen einen festen Platz organisiert hat aber für mich nicht.

    Ich wurde durch den Druck und das mich die Personal- und Sozialabteilung, mein Chef und das Team ignorierte und über mich getuschelt wurde, krank. Dieses mal mit stärkeren Symptomen. Wieder schickte man mich zu diesem merkwürdigen Psychiater in Zürich. Sein Gutachten sollte später der Auslöser meiner Kündigung sein. Den Inhalt des Gutachtens kannte ich nicht, wohl aber mein Chef. Er rief mich immer wieder zu Hause an, ich solle das Gutachten entkräften. Wie denn, wenn ich den Inhalt nicht kannte. Ich zweifelte nicht nur an meinen Chef sondern nun noch an dem Unternehmen. Was für ein Machtgefüge.

    Als ich 2016 nicht ausfallen wollte, schrieb mich aber der Gutachter länger krank. Ich sagte ihm noch, dass das nicht gut kommt. Er meinte, ich brauche Ruhe. Nachdem ich noch Durchfälle hatte, ging ich doch früher zurück. Mein Chef setzte mich in ein Büro in einem Gebäude, was noch im Rohbau war. Es war kalt, es hatte kein fliessend Wasser und keine Toilette. Ich sagte nichts. Die nächste Toilette war 15 min. entfernt (zu Fuss).

    Im April 2016 wurde ich zur Polizei vorgeladen, denn ein Geschäftspartner hatte auch einen Brief bekommen, in welchem ich verleumdet wurde. Er wusste von den Vorfällen und wollte helfen. Aber die Polizei konnte nichts tun.

    Als ich entschied, zum Schutz des Arbeitsplatzes, und weil ich angeblich „zu viel Wind mache, weil ich es aufgeklärt haben wollte“, den Fall bei der Polizei zu sistieren, um am neuen Standort neu anzufangen, erhielt ich vor meinem Urlaub die Kündigung in Abwesenheit meines Chefs.

    Der Chef meines Chefs kündigte mich wegen der Krankheit. Es folgte die Einstellung des Lohnes, weil ich unter Schock zum Arzt ging. Man setzte mich dem Druck aus, mit dem Wissen ich bin Alleinverdienerin und gerade erst fürs Unternehmen gezügelt, kein Geld zu erhalten. Die Sozialmitarbeiterin meldete ich das erste Mal zu Wort und schrieb mir, ich solle sie anrufen. Nach der Kündigung? Ich rief sie an, weil ich wissen wollte warum. Sie sagte, ich soll Verantwortung für mich übernehmen und zum Sozialamt gehen. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Was hat das Sozialamt damit zu tun, fragte ich.

    Ich nahm den gleichen Anwalt und da begannen die nächsten 8 harten Monate von insgesamt 5 langen Jahren der Verleumdung, Beleidigungen und Diskriminierung. Ich bereitete alles für ihn vor, jedes Beweisstück, obwohl ich mich gerade in einem Loch befand. Ich wollte sterben. Nebenbei die Arbeitssuche und die Briefe erhielt ich weiter. Dieses Mal, dass ich das Land verlassen soll und negative Äusserungen zu meiner Figur und meinem Auto und Wohnort.

    Der Anwalt schickte mich zu einem Psychiater seiner Wahl. Beide halfen mir nicht wirklich.

    Es stellte sich heraus, dass der Anwalt Arztzeugnisse nicht weiter schickte und ich so mehrere Monate ohne Geld war. Er war oft und lange nicht zu erreichen. Der Arzt war auch häufig im Urlaub und über Telefon nie zu erreichen.

    Der Fall zog sich 8 Monate! Bis leider die Schlichtungsstellenrichterin wegen Nicht-Kenntnis aller Informationen die falsche Entscheidung traf. Mein Anwalt hatte sie nicht über alle Dinge informiert. Es wurden sogar falsche Dokumente zur Akte gereicht, die mit mir nichts zu tun hatten. Ich wies darauf hin, doch ich wurde nicht erhört.

    Später erfuhr ich, dass mein Anwalt Geld von meinem bisherigen Arbeitgeber erhalten hatte.

    Vom Rechtsdienst erfuhr ich, dass mein Anwalt sein Gesicht vor der Schlichtungsstellenrichterin wahren muss, weil er sie noch öfter sieht.

    Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, warum mein Anwalt mich im Stich gelassen hat, obwohl er vorher immer sagte, dass muss an die Öffentlichkeit. So schlimm habe er es noch nie gesehen. Ich wollte nie an die Öffentlichkeit.

    Es hat mein Leben verändert und mich auch. Mein Vertrauen in Arbeitgeber ist weg. Mein Vertrauen in Vorgesetzte auch, die ihre Macht missbrauchen und sogar noch geschützt werden. Und das in einer Genossenschaft.

    Ich möchte ein Buch darüber schreiben, aber überlege noch wie.
    Denn, ich habe seitdem kein Tag Ruhe gehabt und bin sehr aktiv auf Stellensuche gegangen. Anfangs merkte man mir an, dass etwas Schlimmes passiert sein muss, auch wenn ich es versuchte zu verstecken.

    Zur Kur konnte ich nicht fahren, weil mir das Geld eingestellt wurde. Ich musste retten, was ich retten kann.

    Offiziell hätte ich viel später gekündigt werden dürfen. Eine Wiedergutmachung oder ähnlich steht mir zu, um meinen Schaden finanziell zumindest etwas auszugleichen.

    Nach so langer Suche und Verzweifeln trete ich nun eine Stelle an, bei der ich deutlich weniger Lohn erhalte und die im Grunde nur ein „Fallschirm“ bedeutet, weil sie weit weg von dem ist, was ich mir hart erarbeitet habe.

    Ich bin sehr enttäuscht.

    Die anonymen Briefe hörten im Mai 2017 urplötzlich auf.

    Diese Geschichte ist hier mal eben schnell geschrieben. Aber jeden Tag und jede Sekunde das zu erleben ist grausam.

    Man kann sich fragen, warum ich nicht gekündigt habe. Ganz einfach, es war die Freude an meinen Aufgaben und die Hoffnung, der Arbeitgeber hilft mir. So wären auch keine Fehlzeiten entstanden. Aber das „Opfer“ dem Täter zu überlassen und es zu ignorieren sowie mit unfairen Mitteln zu entledigen ist grausam.

    In meiner Akte befanden sich weitere anonymen Briefe, die ich nie gesehen habe. Ich weiss bis heute nicht, wer sie zur Akte gelegt hat. Diese Frage wurde mir nie beantwortet. Das erklärt, warum meine internen Bewerbungen mit einer Absage beantwortet wurden, obwohl anfänglich grosses Interesse bestand.

    Auf meine Frage, an meinen Chef, warum er das zugelassen hat und ob er mich raushaben wollte, reagiert er nicht.

    Er schrieb mir, dass sein Chef ein Schulterklopfer erhalten hat, dass er Personal entlassen hat.

    Aber die Art und Weise, wie er mich rausgeschmissen hat, sei eine Schweinerei.

    Ich habe nie gestohlen, nie jemanden Leid angetan oder ihn beschimpft. Das tut sehr weh. Ich habe das Unternehmen gelebt!

    Das war falsch. Und ich bin mir nicht sicher, ob der Geschäftsführer wirklich weiss, was in der Fachabteilung gelaufen ist. Beide Chefs, die Sozialberaterin und der Verein sollten gerügt oder entlassen werden.

    Meine Erfahrungen hat viele Menschen in meinem Umfeld sprachlos gemacht.

  2. Rudolf Scheutz Antworten

    Es kommt auch vor, dass der Anwalt gar nichts tut … aber fleissig kassiert. Auch Gerichte tun manchmal so, als wuessten sie nicht, was Mobbing ist. Dann dreht der Arbeitgeber die Rollen und bezeichnet das Opfer als kriminell.

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