Haudrauf der Woche: Sepp Blatter (FIFA)

Er steht ja schon lange in der Kritik.
Jetzt scheint es aber wirklich ernst zu werden für den Schweizer, der die „Fédération Internationale de Football Association“, kurz FIFA genannt, leitet.

 

Dem Weltfußballverband steht Blatter seit 1998 vor.

Ins Gerede gekommen ist Blatter von Anfang an. Insbesondere kursierten Korruptionsvorwürfe bereits bei seiner Übernahme des Amtes vom Brasilianer Joao Havelange. Angeblich habe Blatter sich mit je 50000 Dollar Stimmen gekauft.

Auch 2002 kam es zu ähnlichen Vorwürfen, nur dass die Stimmen diesmal 100000 Dollar wert gewesen sein sollen.

Im Juni 2011 wurde Sepp Blatter im Amt bestätigt, obwohl kurz vorher Gerüchte kursierten, dass er von Schmiergeldzahlungen gewusst und diese toleriert habe.

Die mittlerweile in Konkurs gegangene Sportmarketingfirma ISL wurde 2007 wegen Betruges und betrügerischem Konkurs verurteilt. Durch weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf von Schmiergeldzahlungen an hohe FIFA-Funktionäre geriet Blatter immer mehr unter Druck, so dass er vor kurzem zugegeben hat, von Zahlungen gewusst zu haben, die er jedoch nicht als Bestechungsgelder, sondern als „Provisionen“ bezeichnete.

Nachdem Kritik an Blatter vor allem auch aus Deutschland gekommen war, fängt der Schweizer jetzt an, wild um sich zu treten. Er deutete an, dass die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland gekauft worden sei. Ein eigenartiger Vorwurf, war Blatter doch zu diesem Zeitpunkt als FIFA-Chef verantwortlich gerade dafür, dass bei der Vergabe der WM alles mit rechten Dingen zugeht.

Für dieses Revanche-Foul, das nach den Fußball-Regeln auf dem Platz mit der roten Karte geahndet werden würde, erhält Sepp Blatter von mir den „Haudrauf der Woche„.

Peter Teuschel

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