Haudrauf der Woche: Barbara Eggert (Westfalenblatt)

HdW

Diese Welt ist schon schwer zu begreifen.
Da hat Bernhard (43 Jahre) zusammen mit seiner Frau den beiden Töchtern (6 und 8 Jahre alt) beigebracht, dass die Ehe eine „ernste Entscheidung zwischen Mann und Frau “ ist. Und dann heiratet Bernhards Bruder – einen Mann!

Jetzt macht sich Bernhard Sorgen. Wie werden die Töchter das verkraften? Eine Hochzeit zwischen zwei Männern. Und die Mädchen sollen Blumen streuen!!!

Eine Homo-Ehe hält Bernhard für „unpassend“. Aber wer weiß, was da richtig ist. In seiner Not tut er das Nächstliegende. Er schreibt ans Westfalenblatt. Und erhält von der Expertin Barbara Eggert  diesen „guten Rat am Sonntag“:

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Es müsse nicht sein, sechs- und achtjährige Kinder zu einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit einzuladen. Sie könnten verwirrt werden.

Nun entsteht Verwirrung meist dann, wenn Informationen fehlen. Dass nicht immer nur eine Frau und ein Mann sich lieben, sondern auch eine Frau eine Frau und ein Mann einen Mann, sollte sich rumgesprochen haben. Je nach Standpunkt findet der eine oder andere das vielleicht nicht gut, verwerflich, unmoralisch, unchristlich oder was weiß ich noch alles. Es gibt immer Menschen, die eine gepflegte Scheuklappensicht auf die Welt der Wahrheit vorziehen. Sollen sie. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man die mögliche „Verwirrung“ der beiden Kinder nicht dadurch aus der Welt schaffen könnte, dass man sie über alle Aspekte der Liebe aufklärt.

Nein, ich meine jetzt dezidiert nicht die Sexualität!

Wenn Bernhard seine Töchter zu einer Hochzeit zwischen Mann und Frau gehen lassen würde, wäre es ihm ja wohl auch nicht darum getan, den Mädchen erklären zu müssen, was die beiden in der Hochzeitsnacht treiben. Aber bei Schwulen und Lesben hat das aus irgend einem Grund immer diese sexuelle Tönung. Deshalb schließt die Expertin Barbara Eggert ja auch mit den Worten, dass die Töchter sich „noch früh genug mit dem Thema Sexualität befassen“ werden. Als würden nur Mann und Frau aus Liebe heiraten und Schwule und Lesben aus sexuellen Motiven.

Darin besteht die wirkliche Verwirrung. Aber nicht in den Köpfen der Mädchen, die ohne weiteres verstehen würden, dass sich zwei Männer und zwei Frauen genau so lieben können wie ein Mann und eine Frau.

Der „Expertin für Verwirrung in Sachen Liebe“ Barbara Eggert verleihe ich den „Haudrauf der Woche“ für ihre Bemühungen zur Verfestigung uralter Vorurteile.

Dabei weiß man doch mindestens seit 1988:

Peter Teuschel

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38 Responses
  1. Danke! Das ist wirklich ein gesellschaftliches Übel, dass homosexuelle Menschen „landläufig“ ausschließlich auf die Sexualität reduziert werden. Wie verwirrt müssen die Kinder erst sein, wenn sie wissen, dass die beiden zusammenleben und sich lieben, aber zur HOCHZEIT dürfen sie nicht gehen??? Das ist mEn krank….! 😉

  2. Endlich wieder ein Haudrauf!

    Die armen Töchter – und die armselige Expertin (für was eigentlich? )!

    Ein Jammer, dass die beiden Mädels vermutlich mangels Englischkenntnissen auch von Jimmy Somerville nicht aufgeklärt werden können, mit diesem super Song oder auch mit „To love somebody“.

    • … sowie mit einem meiner Lieblingstitel (weniger der Musik, als vielmehr dem Wahrheitsgehalt wegen): „It ain´t necessarily so …“

      Grüße in die finnische Saunenlandschaft!

  3. Expertin? Wahnsinn! da wird einem echt übel. Du hast so vollkommen Recht, es ist tatsächlich so dass man denkt Homosexuelle wollen nur heiraten wegen dem Sex.. HAHAHAHA – dann bräuchten Sie ja nicht heiraten, ist doch in Deutschland zumindest nicht strafbar. =) Da kommts einem echt hoch bei dieser „Expertin“

  4. Ok, ich geh total d’accord mit deiner Meinung, aber jetzt mal ne ernst gemeinte Frage, weil ich versteh es einfach nicht. Wenn du es hier als klares Vorurteil siehst, das Homosexuelle zu stark auf ihre Sexualität reduziert werden, warum kann ich dann nicht mal 5 minuten auf den CSD gehen, ohne 50 fast nackten Typen mit allerlei Fetisch-Accessoires, Dildos und Sextoys zu begegnen? Ist man da nicht auch ein bisschen selbst daran schuld, wenn in der öffentlichkeit dann genau dieses Bild immer wieder bemüht wird? Ich kann micht nicht erinnern auf irgendeiner anderen Demo für Menschenrechte ähnlich bekleidete Menschen gesehen zu haben.

    • Der CSD ist sicher nicht jedermanns Sache, aber was hat der denn mit einer Hochzeit zu tun? Ist allen Ernstes damit zu rechnen, dass eine Hochzeit, auf der die Mädchen Blumen streuen sollen, CSD-Charakter hat?
      Wenn ich hier abends auf die Straße gehe (im Glockenbach-Viertel in München ist die Szene recht aktiv), sehe ich nur und ausschließlich ganz „normal“ gekleidete Schwule. Und in meinem Sprechzimmer saß auch noch nie einer in CSD-Montur. Ich denke, man darf von diesem einen sicherlich sehr sexualisierten Event nicht auf alles andere schließen. Ich gehe ja auch nicht davon aus, dass Mann und Frau nackt heiraten, nur weil es das hier gibt: http://www.schabernackt.de

    • Meines Wissens ist diese Ansicht (sex. Reduzierung) älter als der CSD selbst, der vermutlich eine Reaktion auf diese Ansicht ist.

        • Leider nein. Vielleicht lässt sich recherchieren wann der CSD begann. Es gibt ihn ja schon länger, aber in welchem Jahr er ins Leben gerufen wurde weiss ich nicht mehr. Die Meinung über Homosexualität, speziell die hier angesprochene, ist älter.

        • Ergänzung: In der (damaligen) Frauenbewegung wurde das Thema „sex. Reduzierung“ unter den homosexuellen und heterosexuellen Frauen intensiv diskutiert. Dabei wurde von Erfahrungen berichtet wie verschieden die Bevölkerung auf weibliche und männliche Homosexualität reagiert. Während männlicher Homosexualität eher sehr aggressiv begegnet wurde, wurde die weibliche Homosexualität eher belächelt und nicht ernst genommen. In den Diskussionen waren viele der Frauen, egal welcher sex. Orientierung, zum Ergebnis gekommen, dass die Bewertung der Bevölkerung über Homosexualität davon abhängt, ob der sexuelle Akt durch Penetration möglich ist.
          Bevor es den CSD gab, waren weibliche und männliche homosexuelle Menschen auf Demonstrationen engagiert vertreten, bei denen es um soziale und/oder politische Themen ging. Es war eine Zeit des Umbruchs. Vieles wurde hinterfragt. Margarethe Mitscherlich war ein Begriff, die Emanzipation der Frauen und homosexueller Männer wurde lauter. Es war die Zeit, in der viele heterosexuelle Frauen homosexuelle Männer in ihrem Freundeskreis hatten und hierüber die täglichen Berichte der homosexuellen Männer hörten. Aus der Unterdrückung, Empörung und dem Befreiungsakt der homosexuellen Männer entstand eine andere Art sich zu zeigen und damit sich anders zu kleiden. Auf Demonstrationen mit „brisanten Themen“ gingen Homosexuelle anfangs vermummt wegen des § 175. Es begann ein in der Öffentlichkeit gezeigtes Zu-sich-stehen. Gesellschaftliche Provokation war mit dem wachsenden Selbstbewusstsein angesagt. Dazu zählte bei den Homosexuellen die Farbe Pink, in der Frauenbewegung die Farbe Lila. Die Bekleidung wurde bewusst und selbstbewusst getragen. Auf Demonstrationen wurde bewusst diese „politische“ Kleidung gewählt. Es war eine Auflehnung gegen Diskriminierung, eine Selbstbehauptung, eine Durchsetzung über viele Jahre. Mit der Abschaffung des § 175 brach unter den (jungen) Homosexuellen ein Feuer der Freude aus. Es war eine starke Solidarität unter den Heterosexuellen und Homosexuellen, die sich hierfür einsetzten. Es war ein Meilenstein in der Geschichte, der das Fass der Unterdrückung plötzlich platzen liess. Eine Befreiung von Angst und täglicher Verheimlichung. Für so manchen Homosexuellen das Ende eines Doppellebens. Wenn sich auch die Verhältnisse inzwischen mehr oder weniger verändert haben, so ist die „andere Art“ der Bekleidung beim CSD (zumindest in den Anfängen), eine Mahnung an vergangene Zeiten der Unterdrückung und der Befreiung.

    • Nein, Herr Dr. Teuschel! Das mag nachvollziehbar sein, aber nicht im Sinne der freien Rede.

      Ich verurteile die Meinung von Frau Eggert zutiefst, aber es sollte doch nicht so sein, daß eine „falsche“ Meinung zum Verlust der Anstellung oder eines Auftrages führt. Wir sollten als Gesellschaft reif genug sein, auch solche Positionen ertragen zu können und in eine zivilisierte Diskussion zu gehen…

      Die „Schere im Kopf“ möchte ich heutzutage eigentlich nicht mehr herumtragen.

      Viktor

      PS: Ich bin selbst bisexuell

      • osterhasebiene langnase Antworten

        Ich finde, dass dies eine Frage der persönlichen Verantwortung ist. Als öffentlicher „Berater“, der die Position oder diesen Auftrag übernommen hat, ist es nicht förderlich, Vorurteile weiter zu verbreiten. Das ist meine Meinung. Allerdings weiß man aber auch als Leser einer Zeitung, dass es ein konservatives „Lager“ gibt und man sich eigenverantwortlich von derartigen Meinungen distanzieren „darf“. Natürlich kann jeder seine Meinung kundtun, das entspricht der Meinungsfreiheit in unserem Land. Es gibt aber auch das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Danach dürften Menschen, die homosexuell sind nicht stigmatisiert oder diskriminiert werden. Offensichtlich möchte dieses Westfalenblatt nicht in der konservativen Ecke stehen, so interpretiere ich die Kündigung der Mitarbeiterin. Vielleich ist es aber auch eine stockkonservative Zeitung und Frau Eggert wurde nur zum Sündenbock gemacht.

        • Ich bin nach wie vor der Meinung, daß eine offene Diskussion wertvoller wäre als das Mundtotmachen unerwünschter Stimmen.

          Wenn nur ein Vorurteilsträger durch Einsicht überzeugt wird, ist mir das wichtiger als vielen noch eine Schere in den Kopf zu implantieren.

          Shitstorms gibt es doch wirklich genug, vernünftige Auseinandersetzungen zu wenige.

          • Durch die Vielfalt der Medien ist ja eine Vielfalt der Meinungen gewährleistet, es wird da ja niemand mundtot gemacht. Und Frau Eggert findet mit Sicherheit den publizistischen Ort, an dem ihre Thesen willkommen sind. Aber warum soll denn ein Verlag einen Journalisten bezahlen, der Thesen vertritt, die mit der Grundeinstellung des Verlags nicht kompatibel sind? Warum sollte die BILD jemanden bezahlen, der kommunistische Parolen predigt und warum sollte die taz einen glühenden Fan von Horst Seehofer finanzieren? Genau so wenig würde ich einen Mitarbeiter beschäftigen, der z.B. antipsychiatrische Einstellungen an den Tag legt. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass jede Meinung ohne Konsequenzen bleiben muss.

          • Der Grundgedanke ist gut. Toleranz muss vorgelebt werden. Wenn der Grund zur Kündigung tatsächlich die grundsätzlich verschiedene Haltung ist, muss man mit einer eventuellen Kündigung rechnen. Aber die wirklichen Internas kennen wir ja nicht. So kann es auch einen ganz anderen Grund für die Kündigung gegeben haben. Z. B. das Gesicht wahren wollen und keine Leser verlieren. In einem solchen Fall hätte die Kündigung eine ganz andere (materielle) Bedeutung. Für mich stellt sich diese Frage eher. Das Blatt hätte nachträglich mit einer korrigierenden und differenzierten Antwort die Leser zum Nachdenken anregen können, die vielleicht mit der Meinung der Zeitung nicht immer übereinstimmen, sie aber trotzdem lesen. Geht es um den Verlust der Leserschaft oder tatsächlich um eine ethische, soziale Einstellung? Meiner Meinung nach wird das nicht wirklich deutlich.

          • @maro – Hallo!

            Unbestritten meinerseits bist Du im Recht mit Deiner Meinung.

            Wovon sich sich die Meinungsbildung m. E. entfernt bzw. einen anderen Fokus legt, ist das Thema „alltägliche Diskriminierung“ (versteckte Art Mobbing) insbesondere der (gleichgeschlechtlichen) Liebe und der praktischen Umsetzung, die Kleinkinder nicht als Lebensrealität annehmen dürfen, weil Eltern diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht tolerieren geschwiege denn akzeptieren können.

            Ja!!! – MMMeine Kinder lieben ihren Onkel und dessen Freund sehr, aber wie sehr und wie das in realitas aussieht, sollen sie noch nicht wissen.

            Ich denke, die r(w)ichtigere Frage von Vater Bernhard wäre gewesen, dürfen meine Kinder mich fragen, was ich mit der Mama im Bett sonst noch so mache außer Kuscheln, und wenn ja, wir erkläre ich das überhaupt???
            Das ist einfach verlogen. Es lebe das 8. Gebot!!!

            Nach meinem Empfinden, lenkt sich die gesamte Diskussion in ihrer Aufmerksamkeit auf die nicht aufzubringende Toleranz, überschießende defensive Reaktionen der Redaktion und die Folgeschäden für Frau Eggert und Co.

            Ist doch völlig wurscht, was da in da in der Redaktion vorgeht (sicherlich ein nicht zu verachtender neu zu erstellender Blog-Artikel 🙂 )!!!
            Unter Garantie gibt es weder Vater Bernhard und Co. – kann ich mir aus eigener redaktioneller Arbeit und Erfahrung sehr gut vorstellen. Ist wie das Bravo-Dr.Sommer-Team!
            Erkläre mir das Leben anderer und sage mir, was ich machen soll. 😉 😉 😉

            Wo ist die Diskussion um die Menschen, die mit solchen „unüberlegten, meinungsbildenden?“ DER WELT ZUGÄNGLICHEN Aussagen dazu beitragen, dass Menschen egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Herkunft, mit ihren Behinderungen und Unzulänglichkeiten, ihren Vorlieben und schwer nachvollziehbaren Handlungen toleriert und schlussendlich akzeptiert werden?
            Wie sollen Kinder das lernen?

            Früher war man froh, wenn man als Kind durch die in den Fisch eingewickelte Zeitung an „Weltwissen“ herankam, welches Kind will heute noch „wissen was in der Welt vorgeht“, wenn so etwas in einem Käse-Blatt steht?

            LG Sophie

          • @Sophie
            Ja, das wesentlichere Problem stellt sich für die Kinder, die im ungünstigsten Fall, diese Erfahrung frühzeitig machen, ohne sich selbst eine eigenständige Meinung bilden zu können. Das Erfahrene wird übernommen und als „normal“ gefestigt. Dann wird es später die Frage sein, ob diese Meinung bleibt oder nicht.

        • Sehe ich nicht so!

          Frau Eggert hat diesen cerebralen „Stuhl“ selbst in den Raum gestellt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass fachliche Inkompetenz Kündigung nach sich zieht.

          Diese scheint mir beim verantwortlichen Redakteur allerdings auch nicht im hohen Maße vorhanden, sonst hätte er vorab die Druckfahne gelesen 😉

          Sie kann sich gegen die Entscheidung wehren, die Blumenkinder nicht.
          Sie müssen mit der schwachsinnigen und überaus befremdlichen Konsequenz dieses Artikels leben!
          Wahrscheinlich werden sie sich auch noch selbst die Schuld dafür geben, dass sie bei der Hochzeit nicht dabei sein dürfen. Nicht ungewöhnlich bei solchen Erziehungsmaßnahmen.

          • osterhasebiene langnase

            Ich denke, die „Beraterin“ des Westfalenblattes hat zu sehr versucht, die Erwartungshaltung ihrer Leser/Ratsuchenden zu erfüllen. Das ist aber grundsätzlich ein riskantes Unterfangen, weil man am Ende IMMER für das Resultat (was man getan oder nicht getan hat) geradestehen muss. In der „Psychologie heute“ wäre der Ratschlag sicherlich ganz anders ausgefallen. Da hätte es vielleicht so geheißen: (ich tu mal so als wäre ich ein Psychologe): Lieber Familienvater, ich sehe, Sie haben große Befürchtungen. Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wie es mit Ihren eigenen homosexuellen Neigungen steht? Eventuell haben Sie Befürchtungen, dass hier etwas für Sie und Ihre Familie Bedrohliches zum „Ausbruch“ kommen könnte. Diesen Fragen sollten Sie sich unbedingt stellen, um die Problematik nicht auf ihre Kinder zu projizieren. Sie schaden Ihren Kindern damit und verbauen ihnen eine natürliche Sichtweise auf die Dinge. Ich würde Ihnen daher sehr empfehlen, sich mit Hilfe eines Psychotherapeuten ihres Vertrauens, diesem Thema zu stellen und dieses dort zu „bearbeiten“. Der ratsuchend Familienvater hätte diese Antwort von Frau Eggert höchstwahrscheinlich NICHT hören wollen.

          • rosalita

            Hallo Osterhasebiene Langnase,

            das halte ich jetzt doch für ziemlich spekulativ, dass Frau Eggert für die „Psychologie heute“ diesen Perspektivwechsel vollzogen hätte. Man muss ihr nicht unterstellen, ihr Fähnchen derart nach dem Wind zu richten.
            Und man sollte auch der „Psychologie heute“ nicht unterstellen, dass sie im Falle des Falles so eine küchenpsychologische Äußerung redaktionell durchgewunken hätte.

            Einig sind wir uns aber darin: Frau Eggert hat schlimmen Unsinn verzapft und die Konsequenzen tragen müssen. Dafür tut sie mir auch nicht leid, hier stimme ich also Sophie völlig zu: wenn diese fragwürdigen Äußerungen von Frau Eggert nicht mal einem vernünftigen Redakteur auffielen und einfach so publiziert werden konnten, dann wirft das auch kein gutes Licht auf die Schlussredaktion der Zeitung.
            Allerdings wissen wir auch hier nicht, ob es nicht sogar verlagsintern noch an anderen Stellen gescheppert hat.

            Viele Grüße,
            Rosalita

  5. osterhasebiene langnase Antworten

    Die Kinder haben mit der Situation bestimmt das geringste Problem. Ist fūr mich ein typischer Fall von Probleme machen, wo kein sind. Das Fernhalten der Kinder von der Hochzeit halte ich sogar eher noch für schädlich. Was müssen sich da die Kinder erst denken.

  6. Eine Erinnerung ,an Rainer Werner Fassbinder,
    FassbinderTage.De
    Die Liebe ist kalt,
    er war warm.

  7. Das ist in der Liebe die letzte station,
    Die 3 Stationen
    Petra Doren lebt
    den Augenblick
    das zwickern
    nach der letzten station
    am Obelisk
    gab es
    nur noch
    was kleines
    .futter fürs Volk

    gelebt im Münchner Lienenverkehr…

    ist kälter als der Tod
    Gibt ja noch eine Station
    Volksverkehr…

    Viva

  8. @rosalita:
    Leid tut sie mir auch nicht, sonst müsste ich ja mit ihr leiden.
    Nachempfinden, wie sich jetzt vielleicht fühlen könnte, schon. ☺

  9. osterhasebiene langnase Antworten

    Hallo Rosalita,

    ich möchte nochmal erläutern, um was es mit oben ging: Ein Ratsuchender sucht Rat bei jemand, bei dem er sich die Bestätigung seiner Meinung erhofft – das unterstelle ich ihm in der Tat. Er wird nicht enttäuscht. Hätte er seine Meinung wirklich infrage stellen wollen, hätte er sich an einen fachlich kompetenteren Ratgeber gewandt. Also wäre alles gut gewesen, wenn sich hier nicht kritische Stimmen von außen eingemischt hätten. Der Deal ging nämlich zu Lasten von dritten: Kindern und Homosexuellen. Es geht in der Diskussion also um die Werte: Schutz von Kinder und Schutz von Minderheiten (wobei ich diesen eigene Wehrhaftigkeit zutraue). Dass meine Küchenpsychologie nicht in der Psychologie heute abgedruckt worden wäre, glaube ich Ihnen gerne. Mir persönlich geht es gar nicht so sehr darum, wie diese Werte verwirklicht werden. Jeder hat seinen eigenen Weg. Mein Ansatz wäre die Küchenpsychologie -wie Sie es nennen- gewesen, weil sich das für mich „echt“ anfühlt. Tatsächlich tut mir Frau Eggert ein klein wenig leid, weil ich das Gefühl nicht ganz loswerde, dass sie hier die Sündenbockrolle hat. Man verlangt von einem Unterhaltungsblatt einen hochkompetenten Rat. Ich denke, Frau Eggert wird daraus Ihre eigene Lehre ziehen.

    Freundliche Grüße
    osterhasebiene

  10. Oh my godness, ich stelle gerade fest, dass ich auch eine neue Brille brauche!
    Die Überschrift habe ich noch gar nicht verdaut 🙁

    Sollte die nicht eigentlich nach allen Vorurteile über Schwule heißen, wer schützt unsere SÖHNE?

    Doch Dr. Sommer & Co.

    HAUDRAUF mmh, meine mir eine Einladung zu sein. 😕

  11. Barbara Eggert erklärt persönlich: »Hier geht es nicht um meine Weltanschauung oder einen gesellschaftlichen Konflikt, sondern um ein ganz privates, nicht repräsentatives Problem eines verunsicherten Vaters. Ich habe ihm geschrieben, dass seine Kinder vielleicht nicht liberal genug erzogen wurden und ihm geraten, ein offenes Gespräch mit seinem Bruder zu suchen, um seinen Standpunkt zu erklären. Ich bin der Meinung, dass man alle Menschen ernst nehmen und respektieren muss, auch die, und gerade die, die anders denken als man selbst, alles andere würde mir intolerant erscheinen.«

    nachzulesen unter:

    http://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Artikel/1981377-In-eigener-Sache-Stellungnahme-zum-Artikel-Unsere-Toechter-schuetzen

    Ohne Kommentar ………….. 🙂

      • Was soll man dazu, manch einer braucht noch einen zweiten oder dritten … .
        Nachtreten kann ich nicht befürworten.

        Möge ihr die Zeit und die ihr nahestehenden Menschen naheliegende und vernunftbegabte Denkanstösse schenken.

        • Als ein „Nachtreten“ war das nicht gemeint.
          Ansichten, Meinungen sind nun mal aus vielfältigen Gründen verschieden. Einsicht wäre zu begrüssen. Manchmal wird Einsicht, oder Erkenntnis durch eigene Erfahrungen gefördert.

          • Hast Recht, so habe ich das gar nicht gemeint – Smilie vergessen.
            Dann wünsche ich der guten Frau Einsicht, wir auch immer sie diese erlangen mag. 😉

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