Gemobbte Äpfel, ausgegrenzte Apfelkerne und was Philipp Lahm damit zu tun hat

Gerade bin ich  ich über eine Studie gestolpert, die ich nicht verstehe.

Danach ist es besser, gemobbt zu werden als ignoriert.

Wie? Was?

Nach einigem Nachdenken glaube ich, dass es wieder mal auf mein altes Mantra hinausläuft:
Wer den Begriff „Mobbing“ (oder eben „bullying“) falsch oder unscharf verwendet, muss sich nicht wundern, wenn er wunderliche Dinge in die Welt setzt.

Nach dieser Untersuchung leiden Menschen, die ausgegrenzt werden mehr unter dieser negativen sozialen Handlung als solche, die – und da beginnt eben das Missverständnis – Opfer von Mobbing sind. Dieser Satz gibt nur Sinn, wenn man Mobbing ausschließlich als  aktive Schikane im Sinne von direkter Gewalt sieht, sei sie körperlich oder seelisch.

Tatsächlich aber ist Ignorieren eines der am häufigsten bei Mobbing vorkommenden Handlungen.

Mobbing ist der Überbegriff, der ein konflikthaftes Geschehen kennzeichnet und Ignorieren ist sehr häufig ein Teil dieses Prozesses.

Hier werden also Äpfel mit Birnen verglichen oder eher noch Äpfel mit Apfelkernen.
Autos mit deren Motorblock.
Bayern München mit Philipp Lahm.

bmpl

Wer spielt besser Fußball? Bayern München oder Philipp Lahm?

Dass ein gezieltes Nichtbeachten zu größeren seelischen Beschwerden führen kann als aktives Schikanieren, glaube ich gerne.
Nur werden wir bei echtem Mobbing meist beides als Teil eines insgesamt zerstörerisch wirkenden Prozesses finden.

Also: Eine Gegenüberstellung im Sinne von „Was ist schlimmer – Ausgrenzung oder Mobbing?“ gibt keinen Sinn.

Ebenso wie es keinen Sinn macht, Bayern München mit Philipp Lahm zu vergleichen.
Oder Borussia Dortmund mit Kevin Großkreutz …lol

Peter Teuschel

Bilder: Wikipedia (Bayern-Logo), kicker.de (Philipp Lahm)

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