Die Tricks der Krankenkassen

Heute erschien wieder ein Artikel über die Milliarden-Überschüsse der Krankenkassen.

Gleichzeitig fasst ein gerade eben online gegangener SPON-Artikel die derzeitigen Versuche der Kassen, mit ihren Versicherten Geld zu machen, gut zusammen.

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Inhaltlich kann ich dem nur anschließen.

Hier ein paar der üblen Kassen-Aktivitäten stichpunktartig:

– Versicherte werden beim Krankengeld ausgetrickst, siehe „Die Feiertags-Falle

– Das Bundesversicherungsamt hat vor einigen Tagen einen Bericht („Tätigkeitsbericht 2012“) vorgelegt, nach dem die Kassen ältere und kranke Versicherte diskriminieren, indem sie Leistungen verweigern und versuchen, teure Mitglieder aus der Versicherung zu drängen.

– Die Kassen nehmen über die Sachbearbeiter immer häufiger direkten Kontakt mit den Patienten auf, teilweise durch tägliche Anrufe zuhause. Dies berichten uns jede Woche Patienten. Dabei wird direkt Druck auf den Patienten ausgeübt und ihm geraten, wieder zu arbeiten oder in Rente zu gehen.

– Die Kassen bieten so genannte „Beratungsgespräche“ an, bei denen das Gleiche geschieht wie bei den Telefonanrufen, nur diesmal Aug´ in Aug´ mit einer geschulten Psychologin. Die Wirkung auf den Patienten ist entsprechend dramatischer. Über das Stichwort „Mitwirkungspflicht“ wird gelegentlich versucht, dem Patienten so eine „Beratung“ als Pflichtveranstaltung zu verkaufen.

– Vorladungen zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) tragen in manchen Fällen eher Züge einer „peinlichen Befragung“. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass der Kollege beim MDK dem Patienten empfiehlt, sich doch eine andere Praxis zu suchen. Die nämliche Empfehlung kam auch schon von Mitarbeitern der Krankenkasse.

(Wir scheinen da einen eher schlechten Ruf bei manchen Kassen zu haben. Das ist für uns aber eine Bestätigung, zeigt es uns doch, dass wir immer noch das Wohl unserer Patienten im Auge haben. Selbstlob? Stimmt aber!)

Ich bin sehr froh, dass diese unerträglichen Machenschaften der Krankenkassen, die sehr viel Leid gerade unter den psychisch Kranken verursachen, mehr und mehr an den Pranger gestellt werden!

Peter Teuschel

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