Bunny

Bei dem heutigen Wetter in München jagt man nicht mal einen Hund vor die Tür.

Da Psychiater aber keine Hunde sind, werden sie von übriggebliebenen Akten, Anfragen von Krankenkassen (a la „Der Patient ist jetzt schon drei Tage krankgeschrieben!! Wie lange soll das noch dauern??? 30 seitiger Befundbericht bis morgen dringend erbeten!), noch zu diktierenden Attesten und anderen Schmankerln auch am Sonntag in die Praxis gescheucht.

In welchem Zustand der Arzt dort ankommt, kann man hier sehen:

oh

 

Unter anderen Umständen wäre mir durch diesen Einsatz der Dank des Himmels gewiss. Aber bei meinen despektierlichen Äußerungen über die violetten Kapperln reichts bei mir halt nur zum Osterhasen-Heiligenschein.

 

Peter Teuschel

18 Responses
  1. Bei unserem schönen, norddeutschen Sonnenschein hätten Sie vermutlich weniger Freude an der Arbeit! Gute Ergebnisse wünscht
    D. Peters

  2. Mauerblümchen Antworten

    Sie sind echt so’n armer Bunny und mir tut es weh zu erfahren, das man Ihnen das Wochenende kaputt macht.
    Vielleich sollten Sie sich auch mal krank schreiben lassen, so für länger!
    Sie sehen in dem Spiegelbild wirklich sehr müde und geschafft aus.
    Das Wtter gibt sein übriges noch dazu.

    PS: … und so allein im Büro …. keiner der schon mal die Kaffeemaschine angeheizt hat, das ist echt deprimierend. 🙁
    Ach Mensch Herr Doktor!

  3. Lieber Herr Dr. Teuschel!
    Sie haben mein vollstes Mitgefühl!
    Und meinen größten Dank, dass Sie das alles erledigen und tun… denn die Maschinerie des Systems hat offenbar vor, zu sparen, egal, welche Tatbestände, schwere Krankheitsbilder etc. vorliegen…
    Aktuell habe ich eine Beschwerde an eine Krankenkasse in Graz gesendet, eines der Mobbingopfer – schwerst depressiv, wurde vom hauseigenen Psychiater gegen ihren Willen und Einwände – aber vor allem entgegen des SEHR ersichtlichen schweren depressiven Zustandsbildes – einfach gesundgeschrieben. Sie kam zu mir (ist in der SHG-Gruppe), schilderte mir dies, völlig verzweifelt, zittrig, Stimme kaum verstehbar… Weinkrämpfe…. sie wurde am nä Tag wieder stat. in der Psychiatrie aufgenommen (erst wenige Wochen war sie zuvor dort – auch wegen Selbstgefährdung auf der „geschlossenen“!).

    Da ein langjährig versierter Psychiater mit Sicherheit das schwer depressive Zustandsbild erkannt hat, fängt man an, sich Fragen zu stellen, ob vlt. die billigeste Variante: HOPP ODER TROPP ist?
    Krankengeld sparen? (tja, das ist die Hose gegangen – jetzt dürfen sie den stat. Aufenthalt zahlen…). Nur… manche können diesem Druck nichts mehr entgegnen, und dann scheint der Suizid die einzige Lösung zu sein… Praktisch fürs System? Gut eingespart…. keine Psychotherapiekosten mehr, keine Arztkosten mehr, keine Spitalskosten mehr.. und ein lästiger Fall weniger…

    Wie Ärzte in diesem ganzen System verstrickt werden und massiv belastet sind, scheint auch auf der Seite von Dr. Bämayr auf: Gesundheit der Ärzte: http://www.baemayr.net/html/aerzteg.html

    derStandard schreibt über Suizide zu Ärzten/-innen:
    http://derstandard.at/1295571214356/Die-Krankheiten-der-Aerzte-Sie-kommen-erst-mit-dem-Ruecken-zur-Wand
    Bekannt ist, dass in Ö 3/4 aller Suizide von Männern verübt werden, 1/4 von Frauen.
    Nicht bei Ärzten: Da ist es genau umgekehrt: Ärztinnen suizidieren sich in 3/4 der Fälle…

    Das System macht nicht nur Patienten krank, sondern auch die Ärzte, insbesondere die, die sich auf deren Seite stellen -und die wirklich noch ÄRZTE SIND!

    Lieber Herr Dr. Teuschel!
    DANKE FÜR ALLES!!!!!!!!!!!!!!
    Ihre
    Eva

  4. Oh, jö.
    Und dann sperrt man Sie auch noch in diesen silbrigen Quader. Das ist schon richtig gemein, ist das.
    Gut, dass Sie einen roten Farbkleks dabei hatten.

    • Rot ist die Farbe des Blutes. Der Glaube, daß Farben die ihnen zugeschriebenen Eigenschaften auf ihre Träger übertragen wird deutlich, wenn sich Krieger mit der Farbe Rot, aber auch mit dem Blut des Besiegten bemalten. Die Farbe Rot ist dem Kriegsgott, Mars, geweiht.
      Zitat aus http://www.farbe.com/rot.htm

      Bei so einem Sauwetter Vorliegen eines Tiefdruckgebietes gehe ich deshalb nie ohne meinen roten Farbklecks außer Haus. Zumal wenn ich gegen bürokratiebedingte Aktenstapel in den Krieg ziehe.
      Und in dem silbrigen Quader habe ich schon geraume Zeit verbracht, als er seinen Dienst, nämlich mich in den fünften Stock und zurück zu befördern, auf halbem Weg versagt hat.

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