Beauty and the Beast

Wolfgang Mozart komponierte sein Violinkonzert in G-Dur im Alter von 19 Jahren.

Hilary Hahn ist bei dieser Aufnahme 27 Jahre alt.

Einige Einstellungen in diesem Video zeigen einen heftigen Kontrast zwischen der Schönheit dieser Jugend und der Hässlichkeit des Alterns, wenn es  in pompösen Maskeraden stattfindet.

Und nein, mit „the Beast“ meine ich nicht den Papst. Er hört sich das an und applaudiert. Wer weiß, was er denkt.

„The Beast“ ist für mich die Mischung aus Hybris, Ignoranz und Egozentrik, die sich wie ein Dämon in den Köpfen dieser alten Männer mit den roten und violetten Kappen eingenistet hat, die keine Hand rühren, um Beifall zu spenden, obwohl sie gerade demjenigen gelauscht haben, dem zu dienen sie vorgeben.

Denn wenn es einen Gott gibt, dann hat er Mozart im zweiten Satz ein paar Tipps gegeben.

Hier noch das gesamte Konzert (ohne die klerikale Klatschpanne am Ende, aber mit den erwähnten Tipps im zweiten Satz :)):

Peter Teuschel

 

 

 

 

 

 

 

10 Responses
  1. Die Letzte Geige,und Ihre lebendige überartikulierende Filzlaus,
    das feeling ist ansteckend!Pfui!
    Verhütung ausgeschlossen.!

  2. Ich geb’s auf! Ich finde keinen Unterschied zu den beiden Filmen. Für mich sind beide gleich.
    Also finde ich auch nicht die Tipps. Würden Sie mir bitte weiterhelfen?

    • Der zweite Film sollte eigentlich 27:40 lang sein und das gesamte Konzert enthalten, aber ohne die lange Szene nach dem Konzert, die der erste Film (08:08) zeigt.
      Und was die Tipps angeht: Die haben zu den „göttlichen“ Stellen im zweiten Satz geführt. Außer, Mozart ist das alles selber eingefallen …:)

  3. Wirklich sehr, sehr schöne Musik, aber ich habe leider die Tipps die Gott Mozart gab immer noch nicht gefunden! Ja, ich glaube das ist Mozart alles selber eingefallen. War ja auch ein Genie.
    Möglicherweise ist das Genie dem Wesen Gottes am nächsten?
    Vielleicht aber unterscheiden Sie ja nochmals zwischen göttlich und genial?
    Aber da kann ich dann nicht mehr mithalten. Hier muss ich passen!

    • Tja. „Denn wenn es Gott gibt …“ war für mich mehr so eine rhetorische Formulierung. In meinem Erleben wird in diesem Video deutlich, dass die Distanz zwischen dem, was ich noch am ehesten mit diesem Begriff in Einklang bringen könnte und der Attitüde der alten Männer in den bunten Gewändern nicht größer sein könnte. Mich stößt es einfach ab, dass jemand vorgibt, Gott zu dienen (was immer „Gott“ sein soll) und dann bei Mozart nicht die Hände rührt.
      Anders formuliert: Das, was man vielleicht unter „Gott“ verstehen könnte (Sie können es auch Genie, Schönheit, Liebe, … nennen), werden wir nicht in der Kirche finden, sondern in der Natur, in der Musik oder in unserer eigenen Seele.
      Mein Beitrag ist kein Statement zum Gottesbegriff, sondern ein Statement gegen Selbstgefälligkeit in Roben.

  4. Da habe ich den Wald vor Bäumen nicht gesehen!

    Ich habe die beiden Videos nach Abweichungen und/oder Auffälligkeiten hin abgesucht.
    Mehrmals! Einmal sogar habe ich dazu den Ton ausgestellt, um mich besser auf die Bilder konzentrieren zu können. Dabei war ich dann so konzentriert auf das Bild, das ich den Längenunterschied der beiden Clips völlig übersehen hatte. (… Fettnäpfchen läßt grüßen)
    Wäre der Papst und/oder seine Begleiter am Ende des Konzert aufgestanden, hätten mit strahlenden Gesichtern applaudiert – DAS wäre mir aufgefallen!
    Aber das gezeigte Verhalten der Kleriker war für mich, bedingt durch meine Erwartungshaltung an diese, keine Auffälligkeit und keine Abweichung und so kam ich erst gar nicht an Ihre Beobachtung heran.
    Ich habe keinerlei Erwartungen mehr an die Institution Kirche. Egal ob katholisch oder evangelisch! Ob es einen Gott für mich gibt? Weiß ich nicht!
    Sollte es einen geben, so wäre er meines Erleben nach eine Unperson, kein Ich-Bewußtsein, ohne einen Sinn für irgendein Ich-Bewußtsei und auch ohne ein Interesse an irgend einem Einzelschicksal.
    Eine Intelligenz zwar, eine Ordnung, ein Urlicht vielleicht, welche das Universum mit allem was ihn ihm ist geschaffen hat und am laufen hält. Auf eine Anbetung von uns legt er keinen Wert, denn er hat ja kein Ich-Bewußtsein wie wir.
    Aber vielleicht, weil ein jeder von uns aus der Urmaterie heraus seinen Körper erhalten hat, haben wir auch einen winzigen Anteil an dem Urlicht in uns.
    Das wäre dann mein Seelenverständnis, so wie es sich mir erschließt.

    PS: Mit dieser Erfahrung im nebeneinander her verstehens, befürchte ich Sie haben Recht.
    Niemand liest Ihren Blog! Sorry!

    Ein schönes Wochenende für Sie,
    Ruth Gramit

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