Alte Liebe rostet nicht: CIDRIN jetzt als ebook

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Wenn man mal mit dem Schreiben angefangen hat, ist es – zumindest bei mir – so, dass man schwerlich wieder damit aufhören kann.

Wer jetzt Parallelen sieht zu stoffgebundenen und nicht-stoffgebundenen Süchten, dem möchte ich entgegenhalten:

Eigentlich nichts.

Allerdings sind die Folgen dieser „Sucht“ wenig furchteinflößend: Viel Spaß beim Schreiben, nie mehr die Frage „was fang ich nur mit meiner Zeit an“ (nicht dass ich mir diese Frage je hätte stellen müssen ..)  und eine stetig steigende Anzahl von Büchern. Nicht zu vergessen diverse Beiträge in Zeitschriften und jetzt ja auch noch den Blog.

Dieses Jahr kommen mit dem „schwarzen Schaf“ und einem weiteren Titel (noch streng geheim :), voraus. Erscheinungstermin Herbst 2014) zwei weitere Bücher von mir in den Handel. Danach ist auch schon ein neues Projekt in der Pipeline (noch strenger geheim :)).

Wenns so gut läuft, ist es Zeit und Anlass, sich an die Anfänge zurück zu erinnern.

Im Jahre 2003 hatte ich ein kleines Buch fertig gestellt. Voller Enthusiasmus und mit der leidenschaftlichen Überzeugung eines Erstautors schickte ich das Manuskript an einen Verlag, bereitete mich auf die Entgegennahme diverser Literaturpreise vor und harrte der Dinge. Nach etwa vier Wochen kam die Absage in Form eines Formbriefes, der mir versicherte, die Ablehnung hätte nichts mit der Qualität des Werkes zu tun, sondern nur damit, dass das Konzept nicht ins Verlagsprogramm passe. Heute weiß ich, dass das stimmte, damals war ich enttäuscht. Aber man soll ja nicht gleich aufgeben und so schickte ich den Text an den nächsten Verlag. Und den nächsten. Und den nächsten.

Ich habe mir alle Absagen aufgehoben. Es ist ein ganzer Stapel. Die meisten waren mit dieser „Passt-nicht-ins-Programm“- Geschichte begründet. Einige Lektoren fragten sich verwundert, in welches Genre denn dieses Buch gehöre. Den Vogel schoss im wahrsten Wortsinn ein Verlag ab, der mir schrieb, das Ganze sei ja irgendwie nett, aber „der Vogel Cidrin“ passe „nicht zur Geschichte“. Pech nur, dass das Buch so heißt und Cidrin demnach eine nicht zu unterschätzende Rolle in dem Buch spielt.

Schließlich packte mich der Stolz und trotzig veröffentlichte ich das Buch bei bod. Ich verteilte das Buch an friends and family, machte Werbung dafür in der Praxis. Die Rückmeldungen waren sehr positiv (kein Wunder bei friends and family …). Höhepunkt war die Aktion einer Pharma-Firma, die Cidrin als Weihnachtsgeschenk für Nervenarztkollegen verteilte.
Ja, das war die Zeit, als die Pharmaindustrie noch Geschenke verteilen durfte.

Obwohl meine Bücher inzwischen bei „echten“ Verlagen erschienen sind und erscheinen, so war doch „Cidrin“ der Anfang der ganzen Veröffentlichungen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich das Buch in einer für mich persönlich nicht gerade einfachen Zeit geschrieben habe, dass mein Herz nach wie vor daran hängt.

Und deshalb gibt es Cidrin jetzt auch als ebook. Downloadbar bei allen gängigen ebook-Händlern, z.B. hier bei amazon. An sich wäre es sinnvoll gewesen, die ersten 10 Jahre seit Erscheinen als Anlass dafür zu nehmen. Jetzt sind es eben 11 geworden.

Ich glaube, es sind ein, zwei Druckfehler drin und sicherlich würde ich heute die eine oder andere Passage anders formulieren. Aber sonst bin ich immer noch in meine kleine Prinzessin Luscinia verliebt.
Wer Lust hat auf eine Reise nach sagichnicht, bitte sehr: CIDRIN

Peter Teuschel

Bild: ©Peter Teuschel

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