Der „Ahnen-Faktor“ in Tschechien

Als mein Buch „Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte“ ins Südkoreanische übersetzt wurde, habe ich mich natürlich sehr gefreut, war es doch meine erste Veröffentlichung im Ausland. Nachdem mich mit Südkorea aber nichts persönliches verbindet, war es mehr so eine normale Freude, eine allgemeine Freude, eine Buchveröffentlichung-im-Ausland-Freude eben.

Im November 2017 ist jetzt mein „Ahnen-Faktor“ in Tschechien erschienen. Das kam für mich sehr überraschend und hat neben der allgemeinen auch eine sehr persönliche Freude ausgelöst. Im Rahmen meiner Recherchen zu dem Buch habe ich auch meine eigene familiäre Vorgeschichte etwas intensiver beleuchtet und war hier insbesondere im Sudetenland recht erfolgreich. Die Vorfahren meines Vaters ließen sich bis ins siebzehnte Jahrhundert dort lokalisieren. Im Rahmen einer Reise nach Prag habe ich mich dann per Zug in den Ort aufgemacht, in dem alle meine väterlichen Vorfahren gelebt und den ich vorher noch nie besucht hatte. Das war eine sehr emotionale Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und hat mich im Verständnis meines eigenen „Ahnen-Faktors“ ein ganzes Stück weitergebracht.

Insofern empfinde ich es zum Einen als glücklichen Zufall, zum Anderen geradezu als „Fügung“, dass gerade dieses Buch gerade in diesem Land erschienen ist.

Manche Dinge fühlen sich einfach anders an als andere, obwohl sie sich scheinbar so ähnlich sind.

Peter Teuschel

2 Responses
  1. osterhasebiene langnase Antworten

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Teuschel!
    Das freut mich ganz besonders für Sie. Und natürlich schön für die Tschechen, die Ihr Buch nun in ihrer Muttersprache lesen können.
    Es lohnt sich immer, seinen eigenen Interessen zu folgen, auch wenn es anfangs nicht sehr aussichtsreich erscheint – finde ich.

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